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Auslaufmodell Containerschule

Seit über einem Jahr lernen die Kinder der Kießling-Oberschule in Königsbrück in einem Provisorium. Das soll sich nun bald ändern.

© René Plaul

Von Nicole Preuß

Königsbrück. Der Plan ist gefasst. Der Kreis will so schnell wie möglich mit dem Bau der neuen Oberschule in Königsbrück beginnen. Im Herbst könnte der erste Spatenstich sein. Das kündigte jetzt der Leiter des Gebäude- und Liegenschaftsamtes, Valentin Opitz an. Doch bis dahin ist noch allerhand zu tun.

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Einen großen Schritt machte jetzt der Stadtrat von Königsbrück. Er stimmte den Bauplänen des Landratsamtes zu und kam bei der Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen voran. Der Kreis will auf dem Gelände am Kunstrasenplatz neben der B 97 ein dreigeschossiges Schulhaus bauen. Das Äußere des Gebäudes soll sich an der Turnhalle orientieren, die der Kreis bereits vor Jahren auf die Fläche gebaut hat. Das heißt, das Haus wird in Weiß gehalten und bekommt ein halbschräges Dach.

Außerdem legt das Schulamt des Kreises Bautzen Wert darauf, dass das Gebäude jederzeit ohne viele Schwierigkeiten erweitert werden könnte. „Die Oberschulen in Ottendorf-Okrilla, Kamenz und Pulsnitz sind übervoll beziehungsweise gut gefüllt“, sagt Schulamtsleiter Uwe Wunderlich. Die Freien Schulen werden auch gut angenommen. „Da ist die Möglichkeit des Ausbaus in Königsbrück für uns wichtig.“

Erweiterung ist möglich

Momentan lernen 176 Kinder in der Oberschule. In diesem Jahr wurden zum ersten Mal zwei fünfte Klassen aufgenommen. Doch kaum jemand weiß, ob diese komfortable Situation von Dauer ist. Deshalb wird die Schule für eine Klasse pro Schuljahr geplant. „Das Raumprogramm lässt jedoch die Erweiterung zur Zweizügigkeit zu“, heißt es aus dem Landratsamt. 3,5 Millionen Euro soll der Neubau kosten.

Der erste Spatenstich im Herbst wäre das Ende einer längeren Vorbereitungsphase, die bis zum Sommer 2014 zurückreicht. Damals musste die alte Oberschule in der Innenstadt überraschend geschlossen werden. Bauarbeiter hatten bei der begonnenen Sanierung der Schule marode Deckenbalken entdeckt. Eilig wurden Container an der Turnhalle aufgestellt. Monatelang überlegten die Verantwortlichen im Landratsamt, ob sie die Schule grundhaft sanieren. Vor etwa einem Jahr entschied man sich für den Neubau. Seitdem laufen die Vorbereitungen. Und die sind auch noch nicht geschafft. Noch fehlt das Geld für den Bau. Ende Januar erwartet der Kreis die Fördermittelzusage, im Sommer soll der Kreistag entscheiden. „Wir wissen um die Container und versuchen, die Situation schnell zu ändern“, sagt Valentin Opitz vom Kreis.