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Ausnahmegenehmigung statt Führerschein

Landkreis. Fahrer von Autos, die nicht schneller als 25 Kilometer in der Stunde fahren können, brauchen nun doch keinen Auto-Führerschein, sondern können weiter mit Mopedschein und Ausnahmegenehmigung fahren.

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Landkreis. Fahrer von Autos, die nicht schneller als 25 Kilometer in der Stunde fahren können, brauchen nun doch keinen Auto-Führerschein, sondern können weiter mit Mopedschein und Ausnahmegenehmigung fahren. Voraussetzung ist allerdings, dass sie 65 Jahre alt oder schwerbehindert sind oder regelmäßig ältere oder schwerbehinderte Angehörige versorgen. Dann können sie eine unbefristete Ausnahmegenehmigung für das Fahren eines solchen Autos beantragen. Das kostet 35 Euro und dauert zwei Wochen. Betroffen von der Regelung sind im Landkreis Meißen etwa 100 Personen.

„Die Genehmigung gilt unbefristet, kann aber jederzeit widerrufen werden“, so Klaus Krause, der zuständige Sachgebietsleiter im Landratsamt. Dies ist der Fall, wenn ein anderes als das angegebene Fahrzeug benutzt wird, sich der Betreffende mit dem Auto weiter als 50 Kilometer vom Wohnort entfernt oder außerorts Bundesstraßen benutzt.

Ursprünglich war vom Gesetzgeber vorgesehen, dass alle Fahrer derartiger Gefährte bis 30. August dieses Jahres die Auto-Fahrererlaubnis unter erleichterten Bedingungen ablegen müssen. Dies ist jetzt hinfällig. Im Einzelfall muss durch einen Gutachter nachgewiesen werden, dass der Betreffende ein solches Fahrzeug führen kann.

Wer schon den Führerschein unter erleichterten Bedingungen gemacht hat, hat Pech gehabt. Ein „richtiges“ Auto darf er trotzdem nicht führen. (SZ/jm)