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Ausrüstungen für Windrad und Solaranlage sind nun in Afrika

Helfer aus Rüsseina müssen aber den Bau der Anlage in Äthiopien auf 2015 verschieben. Es gab Probleme beim Zoll.

Von Dieter Hanke

Die Rüsseinaer Initiativgruppe um Pfarrer Jochen Hahn, die in dem Bergdorf Tula in Äthiopien Licht in 150 Lehmhütten, Schule und Impfstation bringen will, muss Geduld aufbringen und auch so manche Widrigkeit meistern. Denn sechs große Kisten mit Ausrüstungen für Windrad und Solaranlage, die im November 2013 auf dem Schiffsweg nach Afrika geschickt worden waren, lagen lange im Hafen von Djibouti fest. Pfarrer Hahn: „Die Zollformalitäten waren noch nicht von den Partnern erledigt worden.“ So kamen die Rüsseinaer bisher mit ihrem Projekt noch nicht entscheidend voran. Sie mussten den Bau von Windrad und Solaranlage sowie die Kabelverlegung auf 2015 verschieben.

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Wie der Pfarrer sagte, sei jetzt aber die Ausrüstung vor Ort. „Die Teile sind in der Stadt Hossaina in einer Lagerhalle der Mekane-Yesus-Kirche sicher untergebracht“, bemerkt Hahn. Alles sei komplett, nur einige Solarplatten gingen beim Transport zu Bruch. „Da müssen wir uns jetzt Ersatz besorgen“, sagt der Pfarrer.

Mit den Dorfbewohnern in Tula, das knapp 250 Kilometer südlich der Hauptstadt Addis Abeba auf dem Gebirgskamm des afrikanischen Grabenbruchs lieg, wollen dann die Rüsseinaer Anfang 2015 ihr Vorhaben verwirklichen. So werden dann die Masten für die Elektro-Freileitungen auf einer Strecke von 1,7 Kilometern aufgestellt. Die deutschen Helfer installieren das Windrad, schließen die Solaranlage an und richten auch ein Elektrohaus ein.

Für das Windrad-Projekt in Tula werden junge Äthiopier für die Betreuung der Anlage in einer polytechnischen Schule in der Stadt Hossaina. ausgebildet. „Die Behörden in der Region zeigen großes Interesse an unserem Projekt“, sagt der Pfarrer. So bauen Afrikaner das Technikgebäude, sie schachten Gräben, helfen beim Ziehen der Leitungen und stellen 150 Strommasten aus Eykaliptusholz her. Etwa 40 000 Euro kostet die Investition. Das Geld bringen die deutschen Helfer durch Spenden auf.