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Ausstellung ruft Wehmut hervor

In der Heimatstube ist eine Schau über Harthaer Gaststätten zu sehen. Doch von denen bleiben nur noch Erinnerungen.

Der Flemmingener Hof gehörte früher zu den renommierten Gasthäusern in Hartha. Seit 2017 hat er jedoch geschlossen.
Der Flemmingener Hof gehörte früher zu den renommierten Gasthäusern in Hartha. Seit 2017 hat er jedoch geschlossen. © Dietmar Thomas

Hartha. Flemmingener Hof, Gambrinus, Schwan oder auch Gasthaus „Zum Kreuz“, in Hartha gab es früher viele Gaststätten. Heute sucht man jedoch vergeblich nach einem Lokal.

In der Sonderausstellung „Historie der Stadt Hartha - Gaststätten“ in der Heimatstube leben die Gasthäuser aber noch einmal auf. Die Ausstellung wird am Sonntag um 14 Uhr eröffnet. „Wir haben dann im August an jedem Sonntag geöffnet, damit möglichst viele Leute die Schau besuchen können“, sagt Silke Weise, Vorsitzende der Harthaer Heimatfreunde. Steffi Schmid hat historische Fotos zusammengetragen und erzählt die Geschichte dahinter. So dürfte die Ausstellung bei vielen sicher Wehmut hervorrufen.

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Der Flemmingener Hof wurde im Oktober 2017 geschlossen. Er war nicht nur als Hotel und Restaurant beliebt, sondern auch als Ort für viele Veranstaltungen, seien es Line-Dancer-Partys, Jugendweihen oder Klassentreffen. Aber auch als Bühne für Kleinkunst wurden die Räumlichkeiten genutzt. Beliebt waren auch die jährlichen Höhepunkte von der Spargelzeit bis zur Silvesterfeier.

Gasthof lange in Familienbesitz

Seit 1862 war die Lokalität als Gasthof „Flemmingen“ in Familienbesitz. Fürchtegott Grünberg bekam eine Ausschankgenehmigung. Von 1895 bis 1919 führte Richard Feiste den Gasthof, danach wechselten die Besitzer mehrfach. Mit der Übernahme durch Gerhard Feiste wurde die Familientradition wieder belebt.

 Er nahm umfangreiche Renovierungsarbeiten am Gasthaus vor. Von 1965 bis 1990 führte Elisabeth Hutschenreiter, geborene Feiste, den Gasthof. Ab 1974/75 wurde Jugendtanz angeboten. Nach der Wende wurde viel investiert. 1992 wurde der Saal umgebaut. In diesem Jahr wurde mit dem Anbau des Hotels begonnen, das 1994 eingeweiht wurde.

Seit einigen Jahren ist der Flemmingener Hof im Besitz von Fritz Wamser, der in Süddeutschland wohnt. Seine Bemühungen, den Komplex zu verkaufen, sind bisher ins Leere gelaufen. Im vergangenen Jahr habe es einen Interessenten gegeben, bestätigt Wamser. Obwohl ein Treffen vereinbart war, sei es nicht dazu gekommen.

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