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Diese Ausstellungen gibt's jetzt in Liberec

In der Regionalgalerie sind derzeit sechs Ausstellungen zu sehen. Auch Führungen auf Deutsch sind möglich.

Eine moderne Installation ist derzeit in Liberec zu sehen; Rundgang mit Mundschutz ist Pflicht.
Eine moderne Installation ist derzeit in Liberec zu sehen; Rundgang mit Mundschutz ist Pflicht. © Markéta Hozová

Mit Kunststoff-Bahnen haben tschechische Künstler in der Liberecer Regionalgalerie eine moderne Installation mit dem Titel "Site-Specific-Installation" geschaffen. Josef Šafaøík, Adéla Bébarová und Dávid Sivý nutzen dabei das Licht und seine Wirkung in Verbindung mit den Objekten. Zweidimensional auf einem Foto vermitteln, lässt sich das kaum. Man muss es live erleben. Dazu lädt die Galerie im ehemaligen Stadtbad in der Masarykova-Straße seit Kurzem wieder ein.

Mit drei neuen und drei verlängerten Ausstellungen startet das Haus nach zehn Wochen Corona-Schließzeit nun. Mit Kapazitätsbeschränkungen und Sicherheitsmaßnahmen. "Im Moment dürfen sich hier nicht mehr als 100 Besucher gleichzeitig aufhalten, die Leute müssen Mundschutz tragen und Abstände einhalten", sagt Direktor Jan Randáček. Wegen der Pandemie mussten geplante Vorhaben verschoben werden, für manche wird noch ein neuer Termin gesucht.

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Noch nie in Liberec gezeigt

Drei Schauen sind neu gestartet. Darunter ist die Kabinett-Ausstellung mit neun Ölgemälden aus den Jahren 1903 bis 1911 – eine Leihgabe aus einer Privatsammlung. Geschaffen hat sie einst der gebürtige Prager Maler Eugen von Kahler. Die Galerie, die sich auf das Werk deutschsprachiger Künstler, dazu zählt Kahler, spezialisiert hat, bietet dazu nach Vereinbarung Führungen in deutscher Sprache an, so Kuratorin Anna Habánová. Die Bilder von Kahler wurde in Liberec noch nie präsentiert.

Eugen von Kahler wurde 1882 in die jüdische Familie des Zuckerfabrikanten Max Kohn und seiner Gemahlin Ottilie Bondy geboren. Er gehörte zur Malergeneration, die nach 1900 in der Kunstszene aktiv wurde und zu den Expressionisten gezählt wird. Erste Erfahrungen sammelte er beim Maler Heinrich Jakesch in Prag. Es folgten das Studium an der Akademie in München und wiederholte Paris-Aufenthalte. Dank seiner intensiven Kontakte zu den Münchner Kreisen und einer ersten Einzelausstellung dort im Oktober 1911, zwei Monate vor seinem Tod, schrieb sich Kahler in die Geschichte der modernen bildenden Kunst ein. Er starb mit knapp 30 Jahren an Tuberkulose, die er sich schon in ganz jungen Jahren zugezogen hatte. Die Ausstellung mit seinen Werken läuft noch bis Ende September.

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Bis Ende August wurden zudem drei Ausstellungen verlängert. Unter ihnen ist die Exposition mit Arbeiten Josef Führichs, Maler des 19. Jahrhunderts, geboren in Chrastava (Kratzau). Die Schau stellt ein Konvolut von Zeichnungen aus der Sammlung der Regionalen Galerie vor, die 2019 mit Geld des Kulturministeriums restauriert worden sind. Die weiteren Schauen widmen sich geometrischen Abstraktionen sowie Grafiken Marija Nekolovás. Geöffnet ist die Galerie dienstags bis sonntags von 10 bis 17, donnerstags bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet 100 Kronen.

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