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Niesky

Ausweichquartier für Fleischer und Bäcker

Weil Penny seinen Markt in Niesky erweitert, gibt‘s Brot und Wurst auf der anderen Straßenseite.

Ab Mittwoch kommt wieder Leben in den alten Edeka-Markt an der Rothenburger Straße in Niesky.
Ab Mittwoch kommt wieder Leben in den alten Edeka-Markt an der Rothenburger Straße in Niesky. © André Schulze

Der vergangene Sonnabend hatte es in sich für die Mitarbeiter der Rothenburger Fleischerei Eichler. Mit vereinter Kraft baute die Belegschaft, zusammen mit Kollegen einer Firma für Kälteanlagen, die Technik in der Nieskyer Filiale im Penny-Markt an der Rothenburger Straße ab. Bis heute Abend soll alles im früheren Edeka-Markt, schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite, stehen. 

Denn ab Mittwochmorgen will Fleischermeister Robert Eichler nach zweitägiger Schließung sein Sortiment den Kunden dort anbieten. „Durch die von Penny geplante Geschäftserweiterung, der auch unsere Verkaufsfläche zum Opfer fällt, haben wir nach einer Übergangslösung gesucht und sie im früheren Edeka-Markt gefunden. Seit dem Aus eines Getränkemarktes vor ein paar Jahren war dort niemand mehr drin. Für eine begrenzte Zeit ist das Objekt für unsere Zwecke aber ideal“, erklärt der Chef des Rothenburger Familienbetriebes. Nur „ein bisschen hübsch machen“ müsse man den Laden, dann könne es losgehen. Am Sortiment, so Eichler, werde sich nichts ändern. Lediglich die Öffnungszeiten würden leicht korrigiert. So bekommen die Kunden künftig wochentags von 7 bis 18 Uhr (und nicht mehr bis 19 Uhr) Fleisch und Wurst, samstags weiter zwischen 7 und 12 Uhr.

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Auch Bäcker Freudenberg verkauft Kuchen, Brot und Brötchen ab Mittwochmorgen am neuen Standort. Allerdings zieht er nicht mit in den alten Edeka-Markt hinein, sondern bietet seine Waren in einem Verkaufswagen davor an. „Unsere Kunden dürfen sich weiter auf das volle Angebot freuen. Weil wir hier aber nur eine Verkäuferin haben, machen wir schon gegen 16.30 Uhr zu“, erklärt Gert Freudenberg.

Allerdings ist der neue Standort nur einer auf Zeit. In etwa fünf Monaten wollen die beiden Handwerksbetriebe mit ihren Filialen wieder im Penny-Markt sein. Dann jedoch in einem Gebäudeteil, der auf einem Stück der jetzigen Parkfläche entsteht. „Unsere Theke, das Licht und die Kältetechnik waren in die Jahre gekommen. Wir hätten in nächster Zeit sowieso investieren müssen. Deshalb können wir mit der jetzigen Lösung gut leben“, meint Robert Eichler, der sich schon auf das schicke Antlitz seiner Nieskyer Filiale freut. „Im Ladenbau wird sich einiges tun, aber auch in der Kälteanlage und bei der Beleuchtung zieht neue Technik ein.“ Ähnlich verhält es sich mit der Bäckerei Freudenberg, die ebenfalls Anfang Dezember an ihren neuen, alten Standort umziehen wird.

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