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Autobahnlärm wird erneut gemessen

Stadträte setzen sich für Bürger in Radebeul-Ost ein, die über eine zu hohe Belastung klagen.

Von Peter Redlich

Der Geräuschpegel, welcher von der Autobahn an der Stadtgrenze zwischen Radebeul und Dresden auf die Wohngebiete von Radebeul abstrahlt, soll erneut gemessen werden. Das sagte Radebeuls Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) auf die Nachfrage von Stadträten.

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Christian Fischer (Die Linke) und Andreas Kruschel (Freie Wähler) hatten sich wiederholt für die Bürger in Radebeul-Ost eingesetzt, die durch Autobahnlärm belastet sind. Bürgermeister Müller: „2014 soll es zum zweiten Mal eine Messung mit der jetzigen Belastung an Fahrzeugen geben.“

Bereits 2008 hätten Experten den von der Autobahn ausgehenden Lärm gemessen. Dabei sei geprüft worden, wie sehr das Wohngebiet an der Waldstraße betroffen ist, sagte Müller. Die Werte damals hätten ergeben, dass die Grenzen der zulässigen Lärmbelastung nicht nur eingehalten, sondern teils unterschritten wurden. Deshalb, so die damalige Entscheidung, sei auch keine Lärmschutzwand nötig.

Viele Bürger empfinden das heute anders. Sie vermuten, dass die Zahl der Fahrzeuge auf der Autobahn A 4 zugenommen hat. Stadtrat Fischer: „Wenn leichter Wind von Süd und von Ost weht, ist die Lärmbelastung am größten.“ Bei stärkerem Wind werde der Lärm weiter an die Hänge getragen. Die Belastung sei fast immer da, nur würde sie unterschiedlich verteilt.

Die Stadträte regten auch an, keinesfalls in den Ferien und überhaupt zu Zeiten mit weniger Verkehr zu messen. Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) sagte zu, dass ein geeigneter Zeitpunkt gefunden werden soll, der die wahre Belastung dokumentiert.