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Freistaat sagt Tunnel-Sanierung kurzfristig ab

Eigentlich sollte in Kürze die Brandmeldetechnik erneuert werden. Doch das fällt nun aus. Vorerst.

Kein Verkehr im A4-Tunnel Königshainer Berge. So sollte es Ende August und Anfang September sein. Doch die Arbeiten an der Brandmeldeanlage wurden jetzt kurzfristig abgesagt.
Kein Verkehr im A4-Tunnel Königshainer Berge. So sollte es Ende August und Anfang September sein. Doch die Arbeiten an der Brandmeldeanlage wurden jetzt kurzfristig abgesagt. © Archivfoto: André Schulze

Die letzte Tunnelsperrung ist erst ein paar Wochen her, da muss das Nadelöhr an der A4 erneut gesperrt werden. So jedenfalls hatte es das Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) schon im Juli angekündigt. Am späten Freitagnachmittag nun der kurzfristige Rückzieher.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - diese Weisheit gilt allerdings auch für die Arbeiten im Autobahntunnel Königshainer Berge. Denn nach wie vor gilt, dass die Brandmeldeanlage erneuert werden muss. Die Arbeiten hierfür laufen bereits seit Mitte Juni. Wegen der damit einhergehenden Anpassung der Tunnelautomatisierung seien bestimmte Leistungen nur unter Vollsperrung machbar, hatte die Behörde mitgeteilt.

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Ersatzteile sind nicht rechtzeitig eingetroffen

Wegen "coronabedingter Schwierigkeiten bei der Lieferung von Ersatzteilen" könne die Baumaßnahme nun allerdings nicht wie geplant durchgeführt werden, heißt es jetzt in einer Mitteilung des Lasuv. Deshalb würden auch die angekündigten Teil- und Vollsperrungen entfallen. Ein neuer Termin für die Arbeiten könne noch nicht belastbar benannt werden,  so Sprecher Franz Grossmann. Das Landesamt werde rechtzeitig darüber informieren.

Ursprünglich sollte am 24. und 25. August jeweils eine Röhre des Autobahntunnels gesperrt werden. Vollsperrungen sollten vom 31. August bis 2. September folgen. In der Bevölkerung war die angekündigte Tunnelsperrung auf Unverständnis und Ablehnung gestoßen. Auf der Facebookseite der Gemeinde Kodersdorf hatte Susanna Noack geschrieben: "Ich kann's nicht mehr hören mit diesem Tunnel!" Und Birgit Paul meinte: "Hätte man das nicht alles in einem Atemzug machen können? Der war ja dieses Jahr schon paar Mal gesperrt."

Schlechter Zustand macht Technikaustausch nötig

Nach Auskunft des Lasuv besteht jedoch keine andere Möglichkeit. "Der aktuelle Zustand der Tunneltechnik und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen machen den Systemwechsel von einigen Anlagenteilen noch vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten im Jahr 2022 erforderlich", hieß es dazu zuletzt in einer Stellungnahme der Behörde. Nun sind die benötigten Teile offenbar doch nicht rechtzeitig eingetroffen.

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