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Autofahrer wollen breite Brückenspur

Trotz Tempo 30 bei Nässe knallt es weiter auf der Marienbrücke. Kraftfahrer halten Fehler bei der Sanierung für die Unfallursache.

Der Unfallschwerpunkt Marienbrücke sorgt weiter für heftige Diskussionen. In der vergangenen Woche ist es erneut zu einem Unfall am nördlichen Brückenkopf gekommen. Ein 32-Jähriger hatte auf dem Weg in die Altstadt die Kontrolle über seinen Kleintransporter verloren und war so heftig in das Brückengeländer geknallt, dass er sich schwere Verletzungen zuzog. Straßen- und Tiefbauamtschef Reinhard Koettnitz kündigte an, die Fahrspuren zu reduzieren, sollte es weitere Unfälle auf der Marienbrücke geben. Allein 2014 hatte es an derselben Stelle fünfmal gekracht, immer bei nasser Fahrbahn.

Autofahrer haben zur Unfallursache ihre eigenen Theorien. Rainer Tzschoppe beispielsweise, ein studierter Straßenbauer, sieht Fehler bei der Sanierung der Brücke. „Ich verstehe nicht, warum man den Bordstein am Fußgängerüberweg hinter der Bahnhaltestelle nicht abgesenkt hat“, so Tzschoppe. „Auf diesen steuert man direkt zu, wenn man vom Bahnhof Neustadt auf die Brücke zufährt. Da bleibt man mit dem Auto schnell hängen.“ Unfallspuren sind an dem Bordstein deutlich zu erkennen. Tzschoppe glaubt, dass Kraftfahrer, die auf der Marienbrücke verunglücken, dabei mit ihren Autos abheben und ins Schleudern geraten. Auch wenn Koettnitz das anders sieht, ist er dankbar für den Hinweis. (uki)

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