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Autohaus wächst

Bei Adler in Ottendorf müssen Kunden dank Neubau nicht mehr frieren oder schwitzen. Die alte Halle erfüllt einen neuen Zweck.

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© Norbert Millauer

Von Heike Wendt

Der Rohbau steht, im Inneren arbeiten die Handwerker. Elektriker und Sanitärfirma installieren die Lebensadern des Gebäudes. Unübersehbar hat sich das Firmengelände vom VW-Autohaus Adler im Bahretaler Ortsteil Ottendorf verändert. „Im Oktober haben die Arbeiten begonnen“, sagt Geschäftsführerin Dagmar Dreßler. An der Stelle, wo zuvor eine Leichtbauhalle stand, ist seitdem ein Massivbau gewachsen. „Der Neubau ist keine Auflage von VW. Es ist unsere Eigeninitiative“, erklärt die Geschäftsführerin. Zwar gebe es bestimmte Vorgaben für ein einheitliches Auftreten in der Öffentlichkeit. Doch damit hat der Neubau nichts zu tun.

Hintergrund für die Investition ist eine angenehmere Atmosphäre für Kunden und Mitarbeiter. Die Leichtbauhalle war in den 1990er-Jahren gebaut worden, zwar stabil und praktisch, aber ohne Dämmung. Das führte dazu, dass sich sowohl Kälte als Hitze in den Räumen breit machten. Mittlerweile ist das nicht mehr zeitgemäß, findet Dagmar Dreßler. Deshalb habe sich das Familienunternehmen für den Massivbau entschieden. „Schließlich wollen wir unsere Automarke auch ordentlich präsentieren und die Kunden sollen sich wohlfühlen“, sagt sie.

Die Leichtbauhalle wird schon jetzt an anderer Stelle weiter genutzt. Sie war sukzessive zurückgebaut und im unteren Bereich des Firmengeländes aufgestellt worden. Mit neuen Trockenbauelementen, frischer Optik und modernen Lichtbändern wird sie künftig für hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen Raum geben.

Den Innenausbau des Neubaus will das Autohaus Mitte des Jahres abgeschlossen haben. Einen Zeitplan gibt es zwar, aber auf einen Eröffnungstermin will sie die Geschäftsführung nicht festlegen. So wie es die Kunden gewohnt sind, agiert das Familienunternehmen schrittweise und überschaubar. Schließlich will jede Investition überlegt und in überschaubarem Zeitraum zurückgezahlt sein. „Diese Philosophie, die unsere Eltern prägten, führen wir fort“, sagt Dagmar Dreßler. Wie viel Geld das Unternehmen für den Neubau ausgibt, möchte die Geschäftsführerin nicht sagen. Es sei eine Summe, von der man sich bewusst sei, dass man sie aufbringen und refinanzieren kann.

Ein wesentlicher Faktor für die Entscheidung zum Neubau, so erklärt Dagmar Dreßler, sei auch die Kundentreue. Längst zählt das Autohaus, das mitten im dörflichen Terrain liegt, einen Großteil seiner Kunden aus der Großstadt. Die Nähe zur Autobahn – von Ottendorf in Sichtweite und nah an der Abfahrt Bahretal – ist einer der Gründe.

Bereits 1983 gründete Armin Adler die Firma als Trabant-Werkstatt mit zwei Arbeitsplätzen. Sieben Jahre später wurde die Werkstatt Vertragspartner für Audi und Volkswagen sowie Nutzfahrzeuge. Eine Neuwagenausstellungshalle wurde 1994 gebaut. Dazu kommen ab dem Jahr 2000 Handel und Service für die Marke Skoda am Standort in Pirna. Heute zählt das Unternehmen rund 45 Mitarbeiter an den beiden Standorten in Ottendorf und Pirna.

In dem neuen Gebäude, das im vorderen Teil zwei und im hinteren eine Etage hoch ist, sollen künftig die Annahme, der Wartebereich inklusive Sanitärtrakt sowie Ausstellungsfläche für Neufahrzeuge untergebracht sein. Oben sollen später noch Büroräume ausgebaut werden.