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Autos gehören nicht auf den Neumarkt

Unterwegs im Leserauftrag

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Von Sabine Bachert

Ich bin verwundert, wie die Stadt Dresden mit ihren neu gebauten Ensembles umgeht“, schreibt Stephan Pappritz. Am vergangenen Sonntag so gegen 14 Uhr sah er, dass der Neumarkt und das Denkmal vor dem Hotel „de Saxe“ regelrecht zugeparkt waren. „Neun Pkw und zwei Lkw, wurden da wild geparkt. Interessieren niemanden die Schilder?“, fragt der SZ-Leser. „Wahrscheinlich hatte die Polizeibehörde oder auch das Ordnungsamt Sonntagsruhe.“

Und das dann noch Pkw in Sigth-seeing-Manier den gesamten Platz befahren, um ihren Insassen alles mal bequem, zumindest aus warmer Umgebung heraus, zu zeigen, ist nicht nur am Sonntag fast schon Usus geworden. „Auch zwischen Frauenkirche und Kunstakademie wird zunehmend von nicht Berechtigten geparkt. Bequemer an die Frauenkirche kann man bald nicht herankommen. Ich meine, hier muss eine andere Lösung als die momentane her.“ Auch das „am Rand parken“ sollte verboten und nachhaltiger kontrolliert werden. „Welche Position beziehen dazu eigentlich die Geschäftsführer der Hotels, deren Gäste teilweise diese Parksünder sind?“, will Stephan Pappritz wissen. Die Fragen liegen auf dem Tisch der Stadtverwaltung und der Hotels. Die Antwort lesen Sie bald hier.

Energieverschwendung ist in den Augen von Stefan Franze die Dauerbeleuchtung der Baustelle für das neue Dynamo-Stadion an der Lennéstraße, die noch bis vor wenigen Tagen mit Einbruch der Dunkelheit seine Aufmerksamkeit erregte. Ich berichtete darüber am 15. Januar an dieser Stelle.

„Für unsere Firma gab es zwei Gründe, die Stadion-Baustelle etwa anderthalb Monate lang bis Ende des Jahres 2008 ständig zu beleuchten“, beantwortet Kay-Uwe Panzer, Projektleiter der HBM Stadien- und Sportstättenbau GmbH, meine Anfrage. Zum einen habe man das Stadion so beleuchtet, wie auch andere große Gebäude in der Stadt. Er nannte als Beispiel die Gläserne Manufaktur. „Wir wollen, dass die Leute sehen, was hier passiert“, so Kay-Uwe Panzer. Zum anderen habe man so potenzielle Sponsoren darauf aufmerksam machen wollen, dass hier etwas Großes entsteht. Die Kosten für die Beleuchtung trage die HBM Stadien- und Sportstättenbau. Mittlerweile gehört die Dauerbeleuchtung der Vergangenheit an, da der Bau des neuen Hauptgebäudes an der Lennéstraße die Sicht auf das wachsende Stadion verdecken wird.