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Autoschieber muss hinter Gitter

Ein Pole hatte sich mit einem gestohlenen BMW eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. In solchen Fällen kennt der Richter keine Milde.

Gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis – und Diebstahl oder Hehlerei: Wegen dieser Latte an Straftaten hat das Bautzener Schöffengericht gestern einen Polen zu drei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Der 29-Jährige hatte zugegeben, im Sommer mit einem geklauten BMW quer durch die Oberlausitz gerast zu sein, um die Polizei abzuschütteln. „Dabei sind Sie quasi über Leichen gegangen“, sagte Richter Dr. Dirk Hertle.

Grzegorz F. war mit bis zu Tempo 230 über die A 4 gebrettert, nachdem die Polizei ihn bemerkt hatte. Dabei wechselte er quer über alle Fahrspuren und drängte seine Verfolger ab. Die von einem Polizeihubschrauber gefilmte Verfolgung führt bis zur Abfahrt Nieder Seifersdorf. Dort fährt der Flüchtige ab, weil der Tunnel Königshainer Berge dicht ist. Anschließend geht es auf Landstraßen Richtung Löbau und Hochkirch – meist auf der Gegenspur. Rote Ampeln kümmern F. genauso wenig wie Gegenverkehr. Erst in Waditz stoppt er und versteckt sich – wird aber entdeckt und verletzt bei der Festnahme einen Polizisten.

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Sein Verteidiger beantragte dafür nur Bewährung. Schließlich sei sein Mandant in Deutschland nicht vorbestraft und habe das Auto nicht selbst geklaut. Auch habe er den Polizisten gar nicht absichtlich verletzt. Das Gericht bleibt mit drei Jahren Haft aber nur knapp unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. „Es darf sich einfach nicht lohnen, solche Taten zu begehen. Deshalb kann es dafür niemals milde Urteile geben“, sagt Richter Dirk Hertle.