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Autoverkehr wird weiträumig umgeleitet

Ab Mai werden die Kirchbrücke und die Stützmauer im Oberdorf gebaut. Für die Schlegler gibt es nur wenig Einschränkungen.

Von Jan Lange

In Schlegel wird es eng. Ab Mai erneuert der Landkreis Görlitz in dem Ortsteil die Kirchbrücke sowie eine Stützmauer. Da im Frühjahr die Fische im Kemlitzbach geschützt werden müssen und deshalb in dieser Zeit nicht in das Gewässer eingegriffen werden darf, beginnt der Bau erst im Mai. „Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende September dauern“, kündigt Jens Ziegler vom Amt für Hoch- und Tiefbau in der Einwohnerversammlung am vergangenen Mittwoch an. Gleiches gelte auch für die Erneuerung der Stützmauer.

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Mehr als eine halbe Million Euro kosten die beiden Sanierungsprojekte, der Großteil sind Fördermittel. Die Erneuerung der Kirchbrücke wird beispielsweise mit 90 Prozent gefördert. Das ist auch möglich, weil das Hochwasser 2010 die Fundamente ausgespült hatte. Auch an der Bachmauer im Oberdorf hatte die Flut vor vier Jahren großen Schaden angerichtet.

Die Dorfstraße wird an beiden Stellen während der Bauphase voll gesperrt. „Wegen der Breite des Fundamentes der Stützmauer ist kein vernünftiger Verkehr mehr möglich“, begründet Matthias Brendler vom Zittauer Ingenieurbüro Jungmichel die Vollsperrung. Für den Autoverkehr werden zum Teil weiträumige Umleitungen eingerichtet. Die Schlegler sind das bereits von der letzten größeren Baumaßnahme gewohnt: Auch beim Bau der Stützmauer in Höhe der Brücke zum Pater-Kolbe-Hof gab es eine Vollsperrung und der Verkehr wurde über die Plattenstraße umgeleitet. Der öffentliche Busverkehr führt diesmal über die Plattenstraße, Thomas-Müntzer-Straße und Teichweg.

Sollte die Stadt Zittau im Sommer auch die Thomas-Müntzer-Straße am Feuerwehrdepot wie geplant erneuert, müssen die Busse über die Wittgendorfer Straße umgeleitet werden. Doch bisher steht noch kein Baubeginn für diese Maßnahme fest, da noch keine gemeindewirtschaftliche Stellungnahme des Landkreises vorliegt.

Für die direkten Anlieger wird während des Baus der Kirchbrücke die Zufahrt zum Kutschbergel und zum Postweg möglich sein, heißt es vonseiten des Landkreises. Die Schlegler nehmen die Umleitungen in Kauf. „Es muss ja gemacht werden, es nutzt alles nichts“, sagt Monika Hempel, die unweit der Kirchbrücke wohnt. „Man kann sehen, wie die Steine hineinrutschen. Irgendwann landet mal ein Autofahrer im Bach.“ Dazu wird es nun nicht mehr kommen. Die neue Brücke wird an der Stelle der alten Kirchbrücke errichtet. Für den Steinbogen sollen auch einige alte Steine verwendet werden. „Die Brücke soll nicht breiter werden, dann fahren die Autos noch schneller“, hofft Frau Hempel. Doch diesen Wunsch erfüllt ihr der Landkreis nicht. Die Fahrbahn wird einheitlich 5,50 Meter breit. Teilweise beträgt die Breite jetzt nur 4,90 Meter.