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Awo kümmert sich um Rentner und Arbeitslose

Die Ortsgruppe der Arbeiterwohlfahrt hat in den vergangenen drei Jahren 93 neue Mitglieder dazugewonnen.

Von Jens Hoyer

Der Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt kümmert sich in Döbeln um die Schwachen der Gesellschaft. Um Langzeitarbeitslose, um Rentner. Und das mit wachsendem Erfolg, wie der Vorsitzende Frank Götzel feststellt. „Unserer Ortsgruppe sind in der vergangenen Legislaturperiode 93 neue Mitglieder beigetreten“, sagte er. 136 Leute gehören dem Verband jetzt an. Götzel ist gerade als Vorsitzender wiedergewählt worden. Ihm zur Seite steht jetzt Monika Acosta-Batista, ein sehr aktives Mitglied, die den Bewohnertreff der TAG in Döbeln Ost betreut. Christian Richter, Iris Liebers, Undine Sauermann und Hans Wobst arbeiten als Beisitzer mit.

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„Wir sind ein sehr aktiver Sozialverband geworden“, sagte Götzel. Mittlerweile wird sogar eine kostenlose Rechtsberatung über einen Anwalt der Arbeiterwohlfahrt organisiert. „Das wollen wir auch für Mieter der TAG anbieten“, sagte Götzel. Der Verband hilft seinen Mitgliedern auch beim Abfassen von Briefen an Behörden und hat einen Besuchsdienst organisiert um Mitglieder zu betreuen, die nicht mehr aus dem Hause kommen.

Bis zu 40 Leute kommen zu den Veranstaltungen im Bewohnertreff in Döbeln Ost. Viele von ihnen sind alleinstehend. Sie feiern zusammen Silvester, Weihnachten und Ostern. Sie basteln, es gibt regelmäßig Spielenachmittage und eine aktive Skatgruppe. Besonders die Tanzveranstaltungen, die alle zwei Monate organisiert werden, sind gut besucht, erzählt Monika Acosta-Batista. „Die Leute kommen sogar vom Dorf zu uns.“

Auch der Bewohnertreff der TAG in Döbeln Nord wird von der Awo betreut und von bis zu 15 Leuten regelmäßig besucht. „Wir haben einige Aktive, die dort im Ehrenamt mitarbeiten“, so Götzel.

Götzel selbst leitet seit einigen Jahren die Geschichtswerkstatt des Großvermieters TAG an der Zwingerstraße. „Die Gesprächsrunden nehmen langsam solche Ausmaße an, dass wir für Veranstaltungen über andere Räume nachdenken müssen.“

Sehr aktiv sei auch Hans Wobst, der ein richtiger Experte für günstige Zugreisen ist und einmal im Monat Ausflüge für Leute mit kleinem Geldbeutel organisiert. Einmal im Jahr gibt es auch einen großen Tagesausflug für alle Mitglieder. „Daran nehmen bis zu 60 Leute teil. Da können wir unseren Mitgliedern richtig was bieten. Dabei werden wir von Spendern wie der TAG, dem Unternehmern Wolfgang Müller und dem Landtagsabgeordneten Henning Homann unterstützt“, sagte Götzel.

Auch in Ostrau ist die Arbeiterwohlfahrt aktiv. Die Sozialstation betreut dort die Bewohner der Seniorenresidenz. Der Ortsverband hat es übernommen, monatliche Veranstaltungen zu organisieren. „Das hat sich sehr gut entwickelt. Wir haben bloß Probleme, einen großen Raum zu finden“, sagte Götzel.

In der Döbelner Innenstadt hat die AWO die gleichen Probleme. Es gibt zwar die Döbelner Tafel an der Bahnhofstraße, aber der Raum stehe nur eingeschränkt zur Verfügung. „Am Vormittag können wir dort zum Beispiel gar keine Veranstaltungen machen“, sagte Monika Acosta-Batista. Es habe in der Mitgliederversammlung erhebliche Kritik an diesem Zustand gegeben. „Da ist die Unterstützung des Kreisverbandes notwendig“, so Götzel. Es sei für die Mitglieder nicht zumutbar, ständig zu den Veranstaltungen nach Döbeln Ost fahren zu müssen. Drei Euro Fahrkosten seien für viele Mitglieder schlichtweg zu teuer.