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AZM arbeitet am Sanierungskonzept

Ein Insolvenzplanverfahren soll die Autohäuser retten. Die Chancen für das Döbelner Opel-Autohaus stehen nicht schlecht.

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Von Jens Hoyer

Die Firma Autozentrale Mittelsachsen, zu der das Opel-Autohaus Seyffarth in Döbeln gehört, arbeitet an der Sanierung. Anfang Juni hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Der Verwalter Rüdiger Weiß betreibt ein sogenanntes Insolvenzplanverfahren. Der Dresdner Rechtsanwalt Jörg Spies ist dafür neben Jens Seyffarth als Geschäftsführer in die Firma eingetreten. „Wir spielen die einzelnen Handlungsoptionen und unterschiedlichen Szenarien durch“, sagte Spies. Wenn ein tragfähiges Sanierungskonzept für AZM vorliegt, sollen die Verhandlungen mit den Gläubigern aufgenommen werden. Möglicherweise müssen einige verlustbringenden Filialen geschlossen werden, so Spies.

Der Geschäftsbetrieb läuft in den Autohäusern weiter. Geschäftsführer Jens Seyffarth ist optimistisch, dass AZM gerettet werden kann – wenn auch vielleicht nicht mit allen Filialen. Für das Autohaus in Döbeln seien die Chancen aber recht gut. „Döbeln ist ein guter Standort. Die Werkstatt ist voll. Sorgen macht uns vor allem das Neuwagengeschäft“, so Seyffarth. Der Marktanteil von Opel sei von 18 auf acht Prozent gefallen – nicht zuletzt, weil die Käufer durch die Opel-Krise verunsichert wurden.

Entlassungen habe es bisher noch nicht gegeben, sagte Seyffarth. Zehn Mitarbeiter hätten das Unternehmen aus eigenem Antrieb verlassen. Derzeit beschäftigt AZM 90 Mitarbeiter. Die Firma betreibt Autohäuser in Döbeln, Nossen, Meißen, Altmittweida, Limbach-Oberfrohna, Oberlungwitz und Coswig. Verkauft werden die Marken Opel, Chevrolet und Suzuki.