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AZV-Chefin hat gekündigt

Nur ein halbes Jahr hat es Heike Junghanns als Geschäftsführerin des Abwasserverbandes gehalten. Jetzt werden Nachfolger gesucht.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

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Der Lampertswalder Bürgermeister Wolfgang Hoffmann (CDU) schüttelt den Kopf: „Jetzt stehen wir auch für die Kläranlage in Weißig am Raschütz ohne Betriebsführung da?“ Die Anlage wird vom Abwasserzweckverband Gemeinschaftskläranlage Kalkreuth mit betreut. Doch dort hat jetzt die Geschäftsführerin wieder gekündigt. Heike Junghanns war nur ein halbes Jahr im Amt. Im Juni 2014 war die 36 Jahre junge Frau aus Weißig bei Großenhain in der Verwaltung in Ebersbach neu gestartet – gewählt vom Verwaltungsrat, den die Bürgermeister bilden, bei mehreren männlichen Mitbewerbern. Sie hat Siedlungswasserwirtschaft an der TU Dresden studiert und war vorher in der Bergbauverwaltung. Doch auf eigenen Wunsch ist sie zu Jahresende wieder gegangen. Mehr will Verbandsvorsitzende Margot Fehrmann (CDU) nicht sagen. „Das ist eine Personalie aus nichtöffentlicher Sitzung“, stellt sie klar.

Neue Jobs ausgeschrieben

Nun hat der Verband allerdings zwei neue Stellen ausgeschrieben, zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Die Veröffentlichung stand am Sonnabend im Stellenmarkt der SZ Großenhain. Ein Diplom-Verwaltungswirt oder Ökonom und ein Abwassertechniker oder Abwassermeister werden gesucht. „Es sind sehr viel mehr Aufgaben geworden“, sagt Verbandsvorsitzende Fehrmann. Sowohl der technische aus auch der kaufmännische Bereich müssten dringend aufgestockt werden. Die drei bisherigen Mitarbeiterinnen seien überlastet.

Beratend steht dem Abwasserzweckverband, der von Ponickau bis Priestewitz reicht, auch nach wie vor Elisabeth Lorenz, die Geschäftsführerin des Großenhainer Abwasserverbandes, zur Seite. „Sie macht bei uns die Bürgerberatung mit“, sagt Margot Fehrmann. Doch ob es wieder einen Geschäftsführer geben wird, das ist bisher noch offen. Es laufen Gespräche, man wolle eine Strategie finden, heißt es. Während im gesamten Halbjahr von Geschäftsführerin Junghanns keine Verbandsversammlung abgehalten wurde, soll es im Februar oder März nun wieder eine geben. Dort muss unter anderem die Vergabe für das Hauptpumpwerk in Kalkreuth beschlossen werden.

Siegmar Dörschel, einstiger Verbandsvorsitzender aus Schönfeld, ist überrascht über die schnelle Kündigung. Auch er hatte sich auf die Stelle beworben. „Sie ist eben spannend, aber auch extrem anspruchsvoll“, sagt der Ex-Bürgermeister. Ob er sich nun vielleicht noch mal bewerben will, ließ Siegmar Dörschel noch offen.

Die Gemeinde Lampertswalde hat bei der ganzen Sache noch ein Vertragsproblem. „Für unsere Weißiger Kläranlage hätte die Betriebsführung schon vorigen März gekündigt werden müssen, um Ende dieses Jahres wirksam zu werden“, sagt Bürgermeister Hoffmann. Nun will sich die Gemeinde an die Wasserversorgung Lausitz (WAL) als möglichen Dienstleister wenden.

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