merken
PLUS Zittau

B99-Kurve in der Warteschleife

Am Hirschfelder Markt sollte dieses Jahr eigentlich gebaut werden. Doch es gibt unerwartet Probleme.

Die Kurve der B 99 am Hirschfelder Markt sollte dieses Jahr ausgebaut werden - doch daraus wird vorerst nichts.
Die Kurve der B 99 am Hirschfelder Markt sollte dieses Jahr ausgebaut werden - doch daraus wird vorerst nichts. © Archiv: Matthias Weber

Die Kurve der B 99 am Hirschfelder Markt wird dieses Jahr nicht ausgebaut. Das teilte Isabel Siebert, Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), auf SZ-Anfrage mit. Es konnte demnach bisher keine Umleitung gefunden werden, mit der alle Seiten einverstanden sind. 

Da die Neißgasse, über die der Lieferverkehr der fit GmbH rollt, direkt in den Kurvenbereich mündet, darf nach den neuen Regeln für den Arbeitsstättenschutz an dieser Stelle nicht mehr halbseitig gebaut werden. Der Bauabschnitt müsste voll gesperrt werden, was eine Umleitung des Verkehrs nach sich ziehen würde. Eine passende und durch die fit GmbH zustimmungsfähige Umleitung sei bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Geschäftsführer des fit-Werks nicht gefunden worden, erklärt die Lasuv-Sprecherin.

August Holder GmbH
Zuverlässigkeit und Erfahrung
Zuverlässigkeit und Erfahrung

Kettensäge kaputt oder Profi-Gerät für´s Wochenende gesucht? Bei HOLDER kein Problem: Onlineshop, Werkstatt und Leihservice sorgen für funktionierendes und passendes Gerät.

Zu möglichen alternativen Umleitungen wollte sich Frau Siebert nicht äußern, da eine öffentliche Spekulation die Suche der Straßenbaubehörde nach einer Lösung sabotieren würde. Sie erklärte aber, dass die Suche nach Alternativen laufe. Diese sollen erst einmal intern beraten werden. 

So viele Möglichkeiten für Umleitungen fallen Hirschfeldes Ortsbürgermeister Bernd Müller (FUW) nicht ein. Über das ehemalige Kraftwerksgelände gibt es bisher keine durchgängige Zufahrt zum fit-Werk. Die sollte eigentlich im Zuge der Gestaltung des Areals als Industriegebiet entstehen. Doch der endgültige, mittlerweile beschlossene Bebauungsplan umfasst deutlich weniger Flächen und so ist auch eine zusätzliche Zufahrt zu fit verworfen worden. Die Straße wäre andernfalls auch noch nicht gebaut, könnte also dieses Jahr gar nicht genutzt werden.

Bernd Müller könnte sich vielleicht noch eine Streckenführung über die Rosenstraße, vorbei am alten Gemeindeamt, vorstellen. Da es hier aber stellenweise eng ist, wo zwei größere Laster nur schlecht aneinander vorbeikommen, müsste der Verkehr per Ampelschaltung wechselseitig durch das Nadelöhr geleitet werden, findet der Ortsbürgermeister. Dass die Einfahrt von der Zittauer Straße in die Rosenstraße zu eng für die fit-Laster wäre, glaubt Bernd Müller nicht. Denn auch die Müllfahrzeuge fahren hier entlang, weist er hin.

Ob das eine mögliche Lösung wäre oder eine andere Umleitung gefunden wurde, darüber werde das Lasuv zu gegebener Zeit informieren, kündigt Frau Siebert an. Sobald die Umleitungsstrecke fest stehe, könne auch eine belastbare Terminprognose gemacht werden.

Hirschfelder Ortsbürgermeister kann mit der Verschiebung leben. Man solle das Vorhaben nicht aus den Augen verlieren, mahnt er, aber es sei jetzt nicht das dringendste Problem. 

Als die polnische Straße zum Kraftwerk Turow voll gesperrt war und der gesamte Schwerlastverkehr über die B 99 rollte, forderten die Hirschfelder eine Entschärfung der Kurve am Markt, weil die Brummis das Straßenbankett kaputt gefahren haben. Inzwischen rollen deutlich weniger Schwerlaster durch den Ort und das Bankett ist ebenfalls erneuert.

Durch das Bauvorhaben dürfe der fit-Lieferverkehr nicht lahmgelegt werden, sagt Müller mit Nachdruck. Die fit GmbH ist mit über 200 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in Hirschfelde und Sponsor für Vereine und Veranstaltungen. Das Unternehmen selbst ließ eine Anfrage der SZ zum Thema Umleitung unbeantwortet.

Mehr Lokales lesen Sie unter:

Zittau

Mehr zum Thema Zittau