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Endlich Schluss mit Lärm an der B170

Seit Ende Februar mussten vier Familien mit Kindern im Straßenlärm an der B170 leben. Jetzt atmen sie auf, denn die Schallschutzwand wird wieder aufgebaut.

Links ist noch der Rest der Lärmschutzwand an der B170 zu sehen. Die Häuser rechts sind seit Monaten ohne Schallschutz.
Links ist noch der Rest der Lärmschutzwand an der B170 zu sehen. Die Häuser rechts sind seit Monaten ohne Schallschutz. © Karl-Ludwig Oberthuer

Die Freude der Anwohner an der B170 in Bannewitz ist groß: endlich wird die Lärmschutzwand wieder aufgebaut. Baustart soll der 10. August sein. 

Ein Anwohner, Vater mit einem Kinder-Laufrad in der Hand, sagt gegenüber Sächsische.de: "Was soll ich Ihnen sagen? Uns allen steht es bis hier", und zeigt mit seiner Hand über seinen Kopf. "Die vier vorderen Häuser hier, da wohnen Familien, die alle Kinder haben, sind in diesem Zustand nichts wert." 

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Öffentlich mag er nicht in Erscheinung treten: "Keiner will mehr etwas sagen, von denen die hier wohnen. Seit Ende Februar fehlt die Schutzwand. Wir haben bereits versucht Anwälte einzuschalten, doch die rieten uns ab. Die Wand würde ja nun wieder gebaut werden."

Lärm, Schmutz und auch Wind würden seit Monaten in die direkt an die B170 angrenzenden Gärten der Einfamilienhausbesitzer ziehen. "Wir mussten unsere Grundstücke selbst absichern, auf eigene Kosten", erzählt der Anwohner weiter. "Ende 2018 haben die ersten hier gebaut. Eine Genehmigung dafür gab es damals aber nur, wenn die Wand steht, und nun ist sie weg."

Die Anwohner an der B170 leben nun schon einige Monate ohne Lärmschutzwand. Diese musste zunächst dem neu gebauten Fußweg weichen, soll aber wieder aufgebaut werden.
Die Anwohner an der B170 leben nun schon einige Monate ohne Lärmschutzwand. Diese musste zunächst dem neu gebauten Fußweg weichen, soll aber wieder aufgebaut werden. © Karl-Ludwig Oberthür

Offenbar hatte ein Vermessungsfehler zum Abbau der Schallschutzwand im Rahmen des Ausbaus der B170 im Februar geführt. Die Schutzwand stand demnach direkt in dem Bereich, wo der Fußweg errichtet werden sollte, und musste teilweise zurückgebaut werden. 

Die Auf-und Abbaukosten für die Schallschutzwand trägt nach Angaben des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) der Errichter,  die Eureka Grundbesitz GmbH. Zur Begründung hieß es vom Lasuv: "Bereits im Voraus der Errichtung der Wand wurden seitens des Lasuv Absprachen mit der Eureka Grundbesitz GmbH getroffen. Letztlich wurde die Lärmschutzwand durch den Investor nicht korrekt errichtet und musste daher wieder abgebaut werden." So zumindest sagt es Lasuv-Sprecher Franz Grossmann auf Nachfrage.

Die Lärmschutzwand für die Anwohner soll nun ab dem 10. August wieder aufgebaut werden. Dafür werde die Boderitzer Straße halbseitig gesperrt. Die Zufahrt zur Gärtnerei Lux sei aber gegeben. Die Arbeiten sollen etwa drei Wochen dauern, hieß es aus der Bannewitzer Gemeindeverwaltung. 

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Für die Häuslebauer heißt das aufatmen: "Wir sind so froh, dass es jetzt endlich losgeht. Die Wand hilft tatsächlich gegen den Lärm und den starken Wind", sagt der Anwohner.

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