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B178 neu: Was bisher 2019 passiert ist

Immer noch ist die Strecke lückenhaft, wieder gibt's überarbeitete Pläne. Und auch der vierspurige Weiterbau ist noch nicht vom Tisch.

© Thomas Christmann

Auch 20 Jahre nach dem Baustart kämpft die Interessengruppe B178 unermüdlich für die Fertigstellung der Trasse. Erst wenn diese bis zur A4 fertiggestellt ist, will sie ihre Arbeit einstellen und den Bau einer eventuellen Nordverlängerung nicht mehr begleiten. 

Das kam bei einem Treffen der Befürworter zu Anfang des Jahres heraus. Sie schickten ein Schreiben an Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Darin wünschten sich die Befürworter, dass der Freistaat noch vor der im Herbst anstehenden Landtagswahl ein Zeichen setzen solle - mit einem symbolischen Spatenstich für den Abschnitt von Oderwitz nach Oberseifersdorf. 

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Doch das wird nicht passieren. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat für das Stück die Planung erneut überarbeiten müssen. Nach der wird weiter an der Nordvariante um den Pferdeberg (Grafik) festgehalten, auch wenn diese teurer ist. Gegen die Südvariante sprach, dass höherliegende Biotope sonst verloren gehen würden, Mittelherwigsdorfer sowie Oderwitzer mehr Lärm ertragen müssten und der Lebensraum des Raubwürgers - ein Vogel - bedroht wäre. 

© SZ-Grafik

Die Planung lag im April und Mai wieder öffentlich aus. Die Landesdirektion muss nun prüfen, ob neue Einwände eingegangen und wie stichhaltig diese sind. Voraussichtlich im Sommer wird es eine erneute Anhörung der Kritiker geben. Gibt es keine Einwände, könnte die Landesdirektion noch in diesem Jahr das Baurecht erteilen.

Überarbeitet hat die Deges nach Anregungen von Verwaltung und Bürgern auch den Abschnitt von Nostitz bis zur A4, vor allem im Bereich Weißenberg. Der sieht als Anschlussstelle die bestehende Auffahrt vor. Die Trasse führt von Nostitz aus an Maltitz vorbei und wird mit einer Brücke in Richtung Wasserkretscham über das Tal bis Weißenberg. Die Auf- und Abfahrten sollen vor dem Gewerbegebiet entstehen. Der vollständige Vorentwurf soll noch dieses Jahr vorliegen. Wenn alles gut geht, könnten die Pläne Ende 2020/Anfang 2021 öffentlich ausgelegt werden.

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