merken
PLUS Zittau

B178 neu: Was im Jahr 2000 passiert ist

Die Zittauer Nordspange konnte eröffnet werden. Doch wo sollte die Trasse weitergehen? Vorbereitungen liefen an mehreren Stellen, auch hinter der Grenze.

© Thomas Christmann

Das neue Jahr begann mit Gesprächen. Deutsche und polnische Regierungsvertreter berieten über die Chancen eines gemeinsamen B178-Grenzüberganges. Anderenfalls hätte Deutschland Mehrkosten in Kauf genommen und einen Alleingang mit Tschechien ins Auge gefasst. 

Zu der Zeit waren beide Nachbarländer noch kein Mitglied der EU, aber wollten beitreten. Dafür seien Straßen und Brücken notwendig, damit sich die Menschen begegnen können, äußerte der Zittauer Oberbürgermeister Jürgen Kloß (1996 bis 2001, CDU). Doch Polen lehnte eine Teilnahme weiter ab. Deshalb sollten nun Untersuchungen zum Grenzübergang südlich von Zittau beginnen.

Oppacher Mineralquellen
Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!
Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Oppacher füllt Heimat in Flaschen ab und überzeugt seine Kunden mit regionalem Mineralwasser in ausgezeichneter Qualität.

© SMWA/Roland Werner
© IG B178

Am 24. Juli konnte die über 13 Millionen Euro teure Zittauer Nordspange (Foto) eröffnet werden. So war zumindest das Industrie- und Gewerbegebiet Weinau angebunden und insbesondere Lkw mussten sich nicht mehr durch die Stadt quälen.

Doch wie sollte die Trasse weitergeführt werden? Die zwei Interessengruppen "Schlanke B178" und "Ausgebaute B178" wollten weiter Veränderungen und nach ihrer Sicht Verbesserungen erreichen - unter anderem aus Angst, dass der Umweltschutz zu kurz kommt.

Insbesondere am Trassenverlauf über den Pferdeberg bei Mittelherwigsdorf regte sich in dem Jahr der Widerstand, da die Strecke ursprünglich durchs Tal verlaufen sollte.

Die Arbeit am Neubau ging unbeirrt weiter. Die klare Aussage: Die Trasse der B178 wird wie geplant gebaut. So standen die Vorbereitung für die Löbauer Ortsumfahrung, der Abschnitt der Ortsumfahrung Herrnhut und der vierspurige Ausbau bis zum Autobahnanschluss Weißenberg an.

Weiterführende Artikel

Der lange Weg zur neuen B 178

Der lange Weg zur neuen B 178

Vor 20 Jahren hat der Bau der Straße begonnen. Fertig ist sie immer noch nicht. Die (unendliche) Geschichte des Projekts erzählen wir nun erstmals multimedial.

Im Bundesverkehrswegeplan war die B178 mit "höchster Priorität" angegeben. Der Ausbau sollte 200 Millionen Euro kosten und nun spätestens 2007 beendet sein – zumindest nach der jüngsten Äußerung des Sächsischen Wirtschaftsministers Kajo Schommer.

Und auch über die Grenze hinweg gab es eine neue Aussage. Die polnische Seite begann nach weiteren Gesprächen, nun doch eine trinationale Lösung zu prüfen.

Mehr Lokales unter:

www.sächsische.de/loebau

www.sächsische.de/zittau

Mehr zum Thema Zittau