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Zittau

B178 neu: Was im Jahr 2002 passiert ist

Die Tschechen planten den Aus- und Neubau ihrer Strecke bis zur Grenze. Der Druck auf die deutsche Seite wuchs damit - und es war Wahlkampfzeit.

© Thomas Christmann

Während auf polnischer Seite weiter Verhandlungen liefen, stand auf tschechischer der Anschluss ans deutsche Straßennetz schon fest. Dafür mussten zwischen Liberec und der Grenze zehn Kilometer neu gebaut, zwölf ausgebaut werden. Fertigstellungstermin: 2005. 

Der Druck auf die deutsche Seite wuchs damit. Doch am 10. April konnte sie aufatmen: Erstmals hatten sich die zuständigen Minister aller drei Länder zum Bau der Verbindungsstraße bekannt - in einem gemeinsamen Positionspapier. Der genaue Verlauf war zu dem Zeitpunkt noch unbekannt, nur klar: Zittau, Bogatynia (Reichenau) und Hradek (Grottau) sollten angebunden sein - der Bau “ohne unnötige Verzögerungen” vonstatten gehen, um "die wirtschaftliche Entwicklung in der Euroregion Neiße zu stärken".

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Allerdings war auch Wahlkampfzeit. Die Finanzpolitikerin Antje Hermenau (Grüne) sagte bei einem Termin in Zittau unter dem Eindruck der Flutschäden in Sachsen: "Hier soll eine neue Piste gebaut werden, obwohl es schon eine gibt? Das passiert sicher nicht."

"Hier soll eine neue Piste gebaut werden, obwohl es schon eine gibt? Das passiert sicher nicht." - Bundestagsabgeordnete Antje Hermenau (1994 bis 2004) über das B-178-Projekt
"Hier soll eine neue Piste gebaut werden, obwohl es schon eine gibt? Das passiert sicher nicht." - Bundestagsabgeordnete Antje Hermenau (1994 bis 2004) über das B-178-Projekt © Thomas Lehmann

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