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Zittau

B178 neu: Was im Jahr 2003 passiert ist

Tschechien, Polen und Deutschland wollten das Bauprojekt nun gemeinsam voranbringen. Doch schon tauchten neue Probleme auf.

© Thomas Christmann

Mit einer dreiseitig unterzeichneten Vereinbarung stand das Straßenbauprojekt jetzt auf trinationalen Füßen - nach nunmehr zwölfjährigen Bemühungen. Deren Inhalt: Die Verbindung der B178n mit der tschechischen Schnellstraße R35 über ein noch zu bauenden Abschnitt in Polen im Bereich Sieniawka (Kleinschönau) und Kopaczow (Ullersdorf). Ein trilateraler Staatsvertrag sollte bis Jahresende folgen. Die umstrittene Zittau-Süd-Lösung war damit vom Tisch.

Doch schon tauchten neue Probleme auf. Viele Landeigentümer wollten ihre Flächen nicht freiwillig für die B178 hergeben. In einer Resolution an das Straßenbauamt mahnten sie an, dass der Bau Hunderte Hektar versiegele, die Futtersituation verschlechtere, Entwässerungssysteme zerschneide und Arbeitsplätze in der Landwirtschaft verloren gingen.

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Die Befürworter des Straßenbauprojektes bekamen derweil Zuwachs: Die Bürgerinitiative "Neubau B178". Zusammen mit der Interessengruppe B178 warb sie auf großflächigen Schildern und Aufklebern für die schnelle Vollendung.

Das Projekt tauchte zu ihrer Freude im neuen Bundesverkehrswegeplan auf, als nun eines mit "vordringlichem Bedarf". Im Sommer kam die für sie weitere positive Mitteilung: Der Bau kann weitergehen. Gemeint war der Abschnitt von Löbau bis Nostitz. Allerdings gab es bei der öffentlichen Beteiligung an der Planung über 200 Einwendungen. Die mussten geprüft, Pläne überarbeitet werden. Daher ging das Regierungspräsidium von einem Baustart "frühestens im Frühjahr 2004" aus. Dessen Sprecher Holm Felber nannte den Termin sehr optimistisch. Zu dem Zeitpunkt wollte auch Tschechien mit seinem fehlenden Abschnitt beginnen. 

"Es ist illusorisch, dass der Bund die noch benötigte Investitionssumme von 190 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren aufbringen kann." - der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, Georg Hamburger, über den Neubau der B178 bis 2007
"Es ist illusorisch, dass der Bund die noch benötigte Investitionssumme von 190 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren aufbringen kann." - der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, Georg Hamburger, über den Neubau der B178 bis 2007 © PR

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Jedoch stand ab Herbst auch fest, dass der gesamte Neubau weder bis 2006 noch bis 2007 zu schaffen ist. Der Grund: Das Geld. Es sei eine Illusion, dass der Bund die benötigte Investitionssumme von 190 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren aufbringen könne, teilte der verkehrspolitische Sprecher der regierenden CDU-Fraktion im Landtag, Georg Hamburger, mit.

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