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B178 neu: Was im Jahr 2005 passiert ist

Der Entwurf für den nächsten Abschnitt lag aus, zwei Verkehrsknotenpunkte konnten in Angriff genommen werden - und auch in den Nachbarländern ging's voran.

© Thomas Christmann

Mit fast nur positiven Meldungen für alle Befürworter war das neue Jahr gefüllt: Durch den Erwerb von 100 Hektar Land bei Strahwalde konnte der Flächenkauf für den dritten Abschnitt - den Teil von Obercunnersdorf bis Oderwitz - abgeschlossen werden, nachdem bereits ein Großteil zwei Jahre zuvor den Eigentümer wechselte.

Und auch der Entwurf für den Abschnitt von Löbau bis zur S143 bei Obercunnersdorf lag im März öffentlich aus: Knapp sechs Kilometer lang, dreispurig, acht größere und kleinere Brücken über Bachtäler, Ortsverbindungen und Wirtschaftswege, ein Wilddurchlass - Gesamtkosten: 30 Millionen. Allerdings rechnete das Straßenbauamt Bautzen mit zahlreichen Einwänden, weil diese schon die bisherigen Planungen begleiteten. Und so war es auch. So landeten in den kommenden Wochen 333 Widersprüche und über 1.000 Einwände auf dem Tisch der Entscheidungsträger.

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Das Bundesverwaltungsgericht machte in dem Jahr zudem den Weg frei für die Brücke über B6/B178 sowie den Weiterbau der Trasse bis Nostitz: 16 Eilverfahren lehnte es ab, 25 anhängige Klagen hatten zumindest keine aufschiebende Wirkung. Daher gab es am 2. August am nördlichen Ende der Ortsumfahrung Löbau auch den ersten symbolischen Baggerhub für den künftigen Verkehrsknotenpunkt. Ende 2006 sollte das 3,1 Millionen Euro teure Vorhaben fertig sein. Dabei war auch Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD), dem seine Fahrt nach Löbau wieder deutlich zeigte, wie wichtig ein Neubau der B178 für die Region ist. 

"An einem Neubau der Trassenführung der B178 kommen wir nicht mehr vorbei." - Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (2004 bis 2009) beim ersten Baggerhub für den Verkehrsknotenpunkt B6/B178.
"An einem Neubau der Trassenführung der B178 kommen wir nicht mehr vorbei." - Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (2004 bis 2009) beim ersten Baggerhub für den Verkehrsknotenpunkt B6/B178. © Wolfgang Wittchen

Im Juli begannen auch die Arbeiten an einer neuen Brücke im Gewerbegebiet Zittau am künftigen Verkehrsknotenpunkt der B99 und B178 - bis Frühjahr 2006 sollte sie fertig sein.

Eine trinationale Expertengruppe nahm zudem ihre Arbeit auf, um den Bau der Straße von Deutschland über die Nachbarländer voranzutreiben. In Tschechien liefen die Arbeiten bereits im Eiltempo: Bis spätestens Jahresende sollte die vierspurige Strecke bis Bily Kostel (Weißkirchen) fertig sein.

Für Ende 2006 war der Weiterbau nach Hradek geplant. Der Abschnitt sah vorerst nur zwei Spuren vor. "Ich denke, wir werden in Zukunft so viele Autos auf der Straße haben, dass die Erweiterung auf vier Spuren bei uns kommen muss", sagte Roman Lenner, Chef der zuständigen Planungsfirma in Liberec (Reichenberg). Diese war schon berücksichtigt.

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