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B178 neu: Was im Jahr 2006 passiert ist

An zwei Abschnitten konnten die Arbeiten beginnen. Und auch Polen zeigte seine Pläne. Warten musste hingegen die Ortsumfahrung Herrnhut. 

© Thomas Christmann

"Ein guter Tag für Zittau, ein guter Tag für die Region". Verbunden mit diesen Worten nahm der Bürgermeister Hradeks (2002 bis 2012) Martin Puta (Starostové pro Liberecký kraj) am 17. Juni den ersten Spatenstich für den Bau des Teilstücks von der Zittauer Nordspange bis zur Neiße (Foto) vor. Zeitgleich begannen die Arbeiten am neuen B178-Abschnitt von Löbau nach Nostitz. Rund 48 Millionen waren für die beiden Vorhaben veranschlagt. 

© SMWA/Roland Werner
© Jürgen Lösel

Im Juli stand auch fest, wie die 5,5 Kilometer lange Trasse über das polnische Gebiet verlaufen soll: Nördlich von Sieniawka (Kleinschönau), am Rand des Tagebaus entlang in Richtung Porajow (Poritsch). Drei neue Brücken, drei neue Kreisverkehre - 14,5 Millionen Euro Baukosten, 13 Millionen getragen von deutscher und 1,5 Millionen Euro von tschechischer Seite.

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Die Herrnhuter warteten hingegen sehnsüchtig auf den Baubeginn für ihre Ortsumfahrung. Sie waren mit ihrer Geduld bereits am Ende, wollten rebellieren, wie es die Stadt in einem Aufruf zu einem Bürgerforum im Sommer formulierte - um auf die Notwendigkeit des Neubaus aufmerksam zu machen.

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