merken
PLUS Zittau

B178 neu: Was im Jahr 2007 passiert ist

In Tschechien gab es einen symbolträchtigen Baustart, für die Neiße einen Brückenentwurf und Naturschützer mussten eine Niederlage einstecken.  

Im Jahr 2007 fiel die letzte diplomatische Hürde zum Bau der Schnellstraße B 178n.
Im Jahr 2007 fiel die letzte diplomatische Hürde zum Bau der Schnellstraße B 178n. © Thomas Christmann

Tschechien begann am 13. April die letzten 700 Meter von Hradek bis zur polnischen Grenze zu bauen - samt Kreisverkehr und Einbindung eines Gewerbegebietes. Der Abschnitt steckte voller Symbolik. Er sollte einmal die B178 mit der tschechischen R35 verbinden. Beim Baustart mit dabei: Die Bürgermeister der drei Städte im Dreiländereck (Foto).

Die Bürgermeister der Städte im Dreiländereck starten den Straßenbau.
Die Bürgermeister der Städte im Dreiländereck starten den Straßenbau. © Thomas Eichler
2007 gab es die Neißebrücke erst als Bild auf dem Papier.
2007 gab es die Neißebrücke erst als Bild auf dem Papier. © Straßenbauamt Wroclaw

Auf deutscher Seite des Flusses rückten die Baufahrzeuge hingegen Ende Oktober ab: Ein großer Kreisverkehr leitete jetzt den Verkehr im Zittauer Gewerbegebiet. Die B178 endete nun kurz vor der Grenze - wenn auch im Nichts, weil die Brücke über die Neiße eben noch fehlte (Foto).

Familie
Vater, Mutter und Kinder
Vater, Mutter und Kinder

sind eine wunderbare Kombination. Sie kann viel Spaß machen, aber auch Arbeit und Ärger. Tipps, Tricks und Themen zu allem, was mit Familie und Erziehung zu tun hat, gibts in einer besonderen Themenwelt von sächsische.de.

2007 fehlte der B 178n noch der Anschluss ins Nachbarland.
2007 fehlte der B 178n noch der Anschluss ins Nachbarland. © Rösch

Voran ging es auch an anderer Stelle: Das Bundesverwaltungsgericht wies eine Klage von Naturschützern gegen den Bau des Abschnitts von Löbau nach Obercunnersdorf ab. Ihr Ziel: Die Arbeiten verhindern, weil der heimische Wachtelkönig, der Ortolan und der Eisvogel dort brüten. Zunächst sollten nun die vier Straßenbrücken auf dem Abschnitt errichtet werden. Kosten: Rund 14 Millionen Euro, was etwa die Hälfte der Gesamtkosten auf dem Stück Straße ausmachte. Fünf Brücken waren auch auf dem Abschnitt von Löbau nach Nostitz fertig geworden oder zumindest im Bau. Dort kamen die Arbeiten schneller voran als erwartet: Ende 2008 war als Fertigstellungstermin anvisiert.

Weiterführende Artikel

Der lange Weg zur neuen B 178

Der lange Weg zur neuen B 178

Vor 20 Jahren hat der Bau der Straße begonnen. Fertig ist sie immer noch nicht. Die (unendliche) Geschichte des Projekts erzählen wir nun erstmals multimedial.

Kopfzerbrechen bereitete nur das Stück von Nostitz bis zur Autobahn. Die Trasse musste verlegt werden, um fünf Brutpaare des geschützten Ortolans nicht zu stören - Mehrkosten von drei Millionen Euro. Der damalige Landrat Günter Vallentin (CDU) von Löbau-Zittau ging nun davon aus, dass die komplette B178 nicht vor 2012 befahrbar ist.  

Mehr Lokales unter:

www.sächsische.de/loebau

www.sächsische.de/zittau

Mehr zum Thema Zittau