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Zittau

B178 neu: Was im Jahr 2011 passiert ist

Die Arbeiten an der Ortsumfahrung Herrnhut konnten beginnen - Klagen dagegen schlugen fehl. Doch schon kamen neue Sorgen auf.

© Thomas Christmann

Aufatmen bei den Herrnhutern: Die Arbeiten auf dem Abschnitt von Obercunnersdorf bis Oderwitz (Foto) begannen und damit auch an ihrer Ortsumfahrung - trotz anhängiger Klagen. Das Bundesverwaltungsgericht wies diese im März zurück. Die Begründung: Die B178 steht im Bedarfsplan für Bundesfernstraßen, demnach besteht auch tatsächlich ein Bedarf. Die Initiative "Schneller Ausbau der B178" wollte über eine Verfassungsbeschwerde entscheiden.  

© SMWA/Roland Werner

In Herrnhut machte aber manchem noch ein anderes Szenario Angst: Die noch fehlende Neißebrücke. Ein Verkehrschaos durch den internationalen Schwerverkehr drohte, würde diese eher fertig als die Umgehungsstraße. Der Grund: Polen und Tschechien wollten ihre Streckenabschnitte schon verbinden, wenn diese fertig sind. 

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Sachsens Wirtschaftsministerium beruhigte: Ortsumgehung und Neißebrücke sollen zur gleichen Zeit fertig werden. Und am 28. Dezember begannen schließlich auch die Arbeiten an der neuen deutsch-polnischen Überfahrt. Nur auf tschechischer Seite rollte der Verkehr von Hradek nach Bily Kostel noch nicht wie geplant, wegen ungeklärter Probleme beim gewählten Straßenverlauf. Ein Biotop, eine nahe Sandgrube und ein privates Grundstück führten zu Widerspruchsverfahren. 

Die Befürworter um die Interessengruppe B178 hingegen beantragten erstmals beim Land, braune Tourismusschilder an den dreispurigen Abschnitten zu genehmigen. Das sollte geprüft werden. Doch der Freistaat lehnte das ab, da die Schilder nur an Straßen ab vier Spuren erlaubt sind (Foto). 

© IG B178

Auf deutscher Seite blieb derweil unklar, wie die Strecke ab Oderwitz weitergehen soll. Die Landesdirektion Dresden entschied, die Varianten - südlich oder nördlich (Foto) um den Pferdeberg - vertiefender als bisher zu prüfen. Damit wurde die Kritik einiger Mittelherwigsdorfer an der bisher favorisierten Variante erhört. Vor Ende 2012 rechnete das Straßenbauamt nicht mehr mit dem Baurecht.

© Mario Heinke

Nach wie vor ebenfalls nicht absehbar war, wann mit dem Abschnitt von Nostitz zur A4 begonnen wird. Das vorläufige Resultat der jahrelangen Planungen waren eine leichte Streckenveränderung - und unvermindert laute Proteste von Landwirten und Umweltschützern.

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Klar wurde in dem Jahr aber: Die B178 wird 2012 nicht durchgängig befahrbar sein. Eine bereits in Zittau ansässige Firma sagte sogar eine Erweiterung im Gewerbegebiet Weinau in zweistelliger Millionenhöhe ab, weil die ausgebaute Verbindung zur Autobahn fehlte.  

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