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Zittau

B178 neu: Was im Jahr 2013 passiert ist

Die Neißebrücke war fertig, auch die Ortsumfahrung Herrnhut. Neuen Ärger gab's jedochbei den Stücken von Oderwitz bis Oberseifersdorf und Nostitz bis zur A4. 

© Thomas Christmann

Die Nachbarstaaten erfüllten ihren Plan für 2013. Am 1. Juni konnten die Neißebrücke (Foto) und Straße durch Polen freigegeben werden, auf tschechischer Seite das Stück bis zur Ortsumfahrung Hradek. Auch am nun noch fehlenden Abschnitt bis Bily Kostel gingen die Arbeiten weiter, nachdem der Widerspruch der Grundstückseigentümerin erfolglos blieb. Allerdings sollte der noch fehlende Abschnitt erst 2014 öffnen.

© Steffen Scholz

Damit waren die Befürchtungen vom Tisch, Herrnhut könnte einen Verkehrskollaps erleiden, ist die Strecke durch Polen und Tschechien erst einmal durchgängig befahrbar. Die Einwohner konnten aufatmen: Am 20. Dezember war ihre Ortsumfahrung (Foto) offiziell für den Verkehr freigegeben, nachdem der lange Winter zuvor für einige Wochen Verzögerung sorgte.

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© Matthias Weber

Währenddessen rückte das Anschlussstück von Oderwitz nach Oberseifersdorf in weite Ferne. Der Freistaat rollte das seit 2009 laufende Verfahren neu auf. Über 200 Einwände gab es gegen den geplanten Verlauf. Die Kritiker der südlichen Umfahrung hatten sich somit durchgesetzt. Die Befürworter von der Interessengruppe B178 gingen nun davon aus, dass sich das Verfahren weitere drei bis vier Jahre hinzieht. Bis der Abschnitt fertig ist, bis zu sieben Jahre.

"In vielen sozialen Bereichen fehlt Geld und hier steht der Vogel vor dem Menschen." - Geschäftsführer Rainer Peter vom Bauernverband Oberlausitz zu den EU-Vorgaben zum Ortolan.
"In vielen sozialen Bereichen fehlt Geld und hier steht der Vogel vor dem Menschen." - Geschäftsführer Rainer Peter vom Bauernverband Oberlausitz zu den EU-Vorgaben zum Ortolan. © Rafael Sampedro

In Sachen Weiterbau des Abschnitts von Nostitz zur A4 bereitete hingegen der Ortolan weiter Probleme. Die EU verfügte, dass zehn Brutplätze für fünf gefährdete Paare zu schaffen sind. Landwirte reagierten sauer, da sie auf ihren Flächen einen 30 Meter breiten Streifen rechts und links von Straßen oder Wegen vogelgerecht bewirtschaften sollten - als Ausgleich für verlorenen Lebensraum. In vielen sozialen Bereichen fehle Geld und hier stehe der Vogel vor dem Menschen, sagte der Geschäftsführer des Bauernverbandes Oberlausitz, Rainer Peter, sprach von 50 bis 80 Hektar Fläche, die so verloren gingen und Kosten von einer Million Euro für die Brutplätze. "Wir machen Naturschutz um jeden Preis, vernachlässigen die Nahrungsmittelproduktion."

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