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B178 neu: Was im Jahr 2015 passiert ist

Der fehlende Abschnitt bis zur A4 sollte plötzlich nur noch dreispurig geplant werden. Die längste Baupause seit Beginn der Arbeiten drohte - Protest folgte.

© Thomas Christmann

Der Freistaat trieb die Planungen für die B178 voran, aber anders als von vielen Befürwortern erwartet: Er ließ die Trasse von Nostitz zur A4 nur noch dreispurig konzipieren. Grundlage dafür bildete die im Vorjahr bekannt gewordene neue Verkehrsprognose. Hinzu kam eine strengere Rechtsprechung gegen Trassen, die Naturschutzgebiete queren. Vier Spuren waren daher laut dem Freistaat nicht mehr zu rechtfertigen.

Die längste Baupause seit Beginn der Arbeiten an der B178 drohte. Entsprechend groß war der Aufschrei der Befürworter, die sich immer wieder für den Weiterbau engagierten. Sie zogen die neue Prognose in Zweifel. Die Planungen nochmals neu aufrollen koste wertvolle Zeit und weiteres Steuergeld, argumentierten die Befürworter.

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Zu ihnen zählt auch Löbaus Oberbürgermeister Dietmar Buchholz (parteilos). Er forderte gar einen Ausschuss, der die Vorgänge aufarbeitet, die zu dieser Entscheidung geführt haben (Video). "Es muss die Variante, die auf dem Tisch ist, gebaut werden, sonst brauchen wir noch zehn Jahre, bis der Anschluss da ist", sagte er im Interview mit Oberlausitz TV.  

Der große Protest aus der Oberlausitz - unter anderem ein von 150 Firmen, Institutionen und Einzelpersonen unterschriebener Brief an Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) -führte dazu, dass der Freistaat noch einmal unabhängige Gutachter beauftragte. Doch die bestätigten, dass ein vierspuriger Ausbau keine Chance vor Gericht hätte und prognostizierten sogar nur noch 7.000 bis 10.000 Fahrzeuge pro Tag. So begannen die Planungen für die kleinere Variante. Experten gingen davon aus, dass dadurch mit einem Baubeginn nicht vor 2023 zu rechnen ist.

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