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B178 neu: Was im Jahr 2016 passiert ist

Zwar gab es überarbeitete Pläne für die zwei noch fehlenden Abschnitte, aber schon drohte auch Ärger. Und dann tauchte eine gänzlich neue Idee auf.  

Symbolbild
Symbolbild © Thomas Christmann

Wie soll die B178 zur A4 geführt werden? Diese Frage beschäftigte die Planer in diesem Jahr. Drei vage Vorstellungen präsentierten sie im April: Westlich von Weißenberg, östlich von Weißenberg oder nahe an der Stadt entlang (Grafik). Das gesamte Jahr sollte zudem der Tierbestand auf dem Abschnitt dokumentiert werden. Erst mit diesen Erkenntnissen wollten die Planer eine der Routen näher ins Auge fassen - was bedeutet: Nicht vor 2017.

© SZ-Grafik

Auch der fehlende Abschnitt zwischen Oderwitz und Oberseifersdorf nahm Formen an. Im Juni stellte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Trasse erstmals öffentlich vor, die nun nördlich vom Pferdeberg entlangführt: Eine sechs Kilometer lange dreispurige Strecke mit sechs Brücken und zwei Regenwasserrückhaltebecken. Kein Wanderweg sollte durch das Projekt wegfallen, nur die Kreisstraße zwischen Mittelherwigsdorf und Oberseifersdorf ein Stück verlegt werden. Austauschflächen waren für den Abschnitt nicht vorgesehen. Kosten: 32,5 Millionen Euro. Das Bundesverkehrsministerium ging davon aus, dass in zwei Jahren Baurecht vorliegen könnte. Vorausgesetzt, es kommt nichts mehr dazwischen.

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Aber Ärger drohte. Der Grund: Die finanzielle Entschädigung des Freistaates für wegfallende Flächen durch die Straße entsprach nicht dem Marktwert, wie die Miku Agrarprodukte GmbH berichtete. Sie forderte zudem einen Kreisverkehr am Anschluss zur Zittauer Nordspange, stellte eine Brücke für Fledermäuse infrage und befürchtete eine erschwerte Feldarbeit, weil die Trasse einen so großen Bogen um den Pferdeberg machte. Das Agrarunternehmen wollte deswegen in Widerspruch gehen. 

© SZ-Grafik

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Ein neuer Vorschlag für die Trasse tauchte dann im Herbst erstmals öffentlich auf. Ein Mittelherwigsdorfer schlug vor, den Abschnitt weitgehend unter die Erde zu verlegen - der Natur zuliebe und im Sinne der Bauern. Seit 2014 schon beschäftigte er sich damit, schickte Briefe und Skizzen an Behörden, Ministerien und andere Organisationen. Doch die Variante wäre unverhältnismäßig teuer, hieß es vom zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

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