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Bad-Ascher tauchen wieder auf

Der vermeintliche Diebstahl in der Wasserwelt war gar keiner. Strafe und Badverbot drohen trotzdem. Die Polizei ermittelt.

Von Constanze Knappe

Die aus der Wasserwelt Steinigtwolmsdorf verschwundenen Ascher (die SZ berichtete) sind wieder da. Richtig darüber freuen kann sich Schwimmmeister Dieter Mehnert aber nicht. Die Teile sind derart verbeult, dass man sie nicht mehr gebrauchen kann. – Die aus Edelstahl gebogenen Ascher sind an einem Stab befestigt, sodass Badgäste sie sich neben ihrer Liegewiesendecke in die Erde stecken können. Die Nutzung ist kostenlos. 86 Teile ließ die Gemeinde anfertigen, für etwa 30 Euro pro Stück. Über die Jahre verschwanden immer mehr, zuletzt am 2. Juni gleich fünf auf einmal. Weil die Ascher schon oft über die Hecke geworfen wurden, suchten Dieter Mehnert und sein Kollege am nächsten Morgen das Gelände um das Bad ab, fanden aber nichts. Auf Befragen von Badegästen kamen acht Jugendliche in Betracht, die die Becher „regelrecht massakriert“ und weggeworfen haben sollen. Mitgenommen hatte sie ein Kleingärtner aus der benachbarten Anlage, wie sich jetzt herausgestellt hat. Er gab sie inzwischen zurück.

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Erledigt ist die Sache damit nicht. Die Polizei ermittelt, wer die Ascher geworfen und beschädigt hat. Die Täter erwartet eine Strafe und Badverbot. Dieter Mehnert hofft, dass die Ermittler schnell Erfolg haben. „Für die Täter wäre es ein Denkzettel und für andere eine Abschreckung“, sagt er. Er will versuchen, einige Ascher auszubeulen. Parallel dazu prüft die Kämmerin der Gemeinde, ob nicht doch eine Kleinserie von 40 neuen Aschenbechern angeschafft werden kann. Sie sind bei den Badgästen beliebt, tragen zur Sauberkeit bei.