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Baden am Friedersdorfer Strand auch 2020 

LMBV will den Silbersee und dessen Uferbereiche weiter kontinuierlich sanieren.

Von Andreas Kirschke
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Seit Juli 2014 kann immer in der Badesaison am Friedersdorfer Strand ins Wasser des Silbersees gestiegen werden. Dieses Bild entstand seinerzeit beim Anbaden nach dreijähriger Vollsperrung des beliebten Badegewässers aufgrund der Bergbausanierung.
Seit Juli 2014 kann immer in der Badesaison am Friedersdorfer Strand ins Wasser des Silbersees gestiegen werden. Dieses Bild entstand seinerzeit beim Anbaden nach dreijähriger Vollsperrung des beliebten Badegewässers aufgrund der Bergbausanierung. © Archivfoto: Uwe Schulz

Lohsa. Die LMBV als Projektträger im Auftrag des Sächsischen Oberbergamtes will den Silbersee mit seinen Uferbereichen kontinuierlich weiter sanieren. Das unterstrich Karsten Handro, Leiter Projektmanagement bei der LMBV, in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Lohsa. Von April 2020 bis Ende 2020 soll am Südost-Ufer unweit des Bahn-Haltepunktes die EinsetzStelle entstehen. „Sie ist notwendig, um die seeseitige Technik einbringen zu können. Von dort soll die Sanierung des Silbersees koordiniert werden“, erläuterte er. Ab Januar sollen die Bauleistungen vergeben werden. Danach kann die Einsetz-Stelle ab April errichtet werden.

Für den Friedersdorfer Strand gilt die klare Aussage: Er wird – wie 2019 – auch im kommenden Jahr zur Saison von April bis Oktober zum Baden zugänglich sein. Zugleich nimmt die LMBV bis Ende 2020 die Ausführungsplanung vor. Langfristig bereitet sie die Ausschreibungen für die künftigen Maßnahmen vor. Die Sanierung des Friedersdorfer Strandes soll möglichst in den Wintermonaten geschehen – in Abstimmung mit den Betroffenen vor Ort und mit der Gemeinde Lohsa. Für den Bereich Nordwest des Silbersees will die LMBV nach Feststellung der sogenannten Geeignetheit die Genehmigungsplanung voranbringen. Dann kann auch dieser Bereich saniert werden.

„Was geschieht mit der Insel im Silbersee? Gibt es für sie ein Konzept? Bleibt sie Naturschutzgebiet? Was wird für die Insel grundsätzlich untersucht?“, erkundigte sich Falk Nowotnick in der Ratssitzung. Der gebürtige Lohsaer ist seit 2010 Betreiber des Campingparks Silbersee Lausitz, verpachtet von der Gemeinde Lohsa. Im Zuge der Planungen, so die Auskunft von Karsten Handro, lässt die LMBV auch die Insel mit untersuchen. Erst dann können konkretere Aussagen getroffen werden.

Planungssicherheit ist notwendig

Falk Nowotnick, der wie Burgfried Tannenhauer, der Inhaber der Gaststätte „Waldschenke am Silbersee“, seit Jahren von der Sanierung des Silbersees betroffen ist, wünscht sich eine stetige transparente Einbeziehung. Die Sanierung des Friedersdorfer Strandes, so unterstrich er, sollte möglichst in den Winter-Monaten realisiert werden. „Ich kann keine Unsicherheiten verkraften. Ich brauche Planungssicherheit für meine Arbeitskräfte in der Saison“, betonte der Campingpark-Betreiber.

Karsten Handro versicherte: Die LMBV will mit den Betroffenen und mit der Gemeinde stetig im Gespräch bleiben. „Wir handeln auf Anordnung des Sächsischen Oberbergamtes“, verdeutlichte er. „Der Entscheider für die Sanierungsmaßnahmen ist der Freistaat Sachsen.“

Gemeinderat Tino Starost (CDU) wünscht sich Transparenz der LMBV auch bei der Planung und Errichtung der Einsetz-Stelle am Silbersee. „Es wäre gut, wenn wir Gemeinderäte die Varianten der Realisierung vorgestellt bekämen“, meinte er. „Zumindest sollten wir die jetzige Vorzugsvariante vorgestellt bekommen.“