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Badesee-Tour nimmt Gestalt an

In Weißwasser kann der Jahnpark bald auf neuen Wegen erkundet werden. Auch abseits locken Entdeckungen.

Die Gehwegbeleuchtung am Jahndamm wird erneuert und auf LED umgestellt.
Die Gehwegbeleuchtung am Jahndamm wird erneuert und auf LED umgestellt. © Sabine Larbig

Das Bauvorhaben heißt „Grünzug Jahnpark/Badeseetour“ und soll im November fertig sein. Auf einem etwa 2,5 Kilometer langen, barrierefreie Rad- und Gehweg kann dann bequem die grüne Oase in Weißwasser erkundet werden. Gebaut wird daher an mehreren Abschnitten.

Radweg vom Turnerheim bis zur WEM

Im ersten Bauabschnitt erfolgten Neugestaltung und Begrünung des Parkplatzes am Turnerheim, der inzwischen nutzbar ist. Der Zugang zum dahinter liegenden Geh-/ Radweg, der sich bergab zum Parkplatz Waldeisenbahn (WEM) schlängelt, kann noch nicht genutzt werden. „Hier sind Restarbeiten erforderlich, und die ungebundene Wegedecke muss bis voraussichtlich Ende August ohne Außeneinwirkung abbinden, um die erforderliche Festigkeit zu erreichen“, erklärt Heike Zwanzig, Projektbetreuerin beim Referat Bau der Stadtverwaltung Weißwasser.

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Lange hatten Bürger, Anwohner und Gäste darauf hingewiesen, dass der Parkplatz am Turnerheim stark sanierungsbedürftig ist, eine kurze Wegeverbindung zu WEM, Jahnpark, Freibad und Tierpark fehlt und die Grünanlagen samt Wegen im Jahnpark nicht mehr einladend sind. All dies ändert sich nun dank Geldern aus dem europäischen Förderprogramm EFRE. 2018 begann die Planung für das rund eine Million Euro teure Gestaltungsvorhaben, für das letzten Herbst der Startschuss am Parkplatz fiel. Im November 2020 soll die Wegeverbindung von Turnerheim bis Pestalozzistraße samt Gestaltung der Jahnpark-Anlagen abgeschlossen sein. Parallel dazu laufen die Arbeiten im Jahnbad.

Noch ist also viel zu tun. Dazu gehört auch, dass der Weg ab WEM-Parkplatz durch den Wald, wo einst Garagen standen, in Richtung Jahndamm geführt wird, um einen Lückenschluss zum vorhandenen Jahnteich-Rundweg zu erreichen.

Der Parkplatz am Turnerheim ist seit einigen Tagen fertig und nutzbar.
Der Parkplatz am Turnerheim ist seit einigen Tagen fertig und nutzbar. © Sabine Larbig

Hingucker von Bahn bis Bad

„Dies bedeutet wiederum, dass der Weg zwischen Parkplatz und Pestalozzistraße komplett neu wird und zwischen Jahndamm und Pestalozzistraße neue Lichtmasten mit LED-Leuchten aufgestellt und 900 Meter Kabel verlegt werden“, weiß Heike Zwanzig. Da es sich beim EFRE-Projekt ebenfalls um Grünzug-Gestaltung handelt, wird am Jahndamm das aus DDR-Zeiten stammende Rondell neu modelliert, die Treppenanlage zurückgebaut und durch eine Rampe ersetzt. Vorteil: Künftig kann der Park auch mit Rollatoren, Rollstühlen oder Kinderwagen erkundet werden.
Doch es gibt weitere Veränderungen. Während im Jahnbad schon über ein weiteres EFRE-Teilprojekt der Abriss der Steganlagen aus Beton erfolgt, wird bald auch vorm Eingangsbereich zum Bad gearbeitet. Laut Heike Zwanzig soll der Vorplatz mit anthrazitfarbenen, mehrformatigen Betonpflastern ausgebaut werden. „Damit er attraktiver wird, erhält er ein Rondell mit bepflanzten Hochbeeten, Sitzbänken und vielen neuen Anlehnbügeln für Fahrräder.“

So werden Flächen neu gestaltet

Überhaupt sind am gesamten Rundweg Fahrradständer sowie Bänke, Hundekottütenspender, Abfallkörbe und Neupflanzungen vorgesehen. Am Zypressenufer entsteht außerdem eine Sitzgruppe mit freiem Blick auf den Jahnteich. Die Grünfläche neben dem Einfahrtsbereich Pestalozzistraße erhält aus optischen Gründen einen kleinen Erdwall und der benachbarte Parkplatz ebenfalls ein neues Aussehen. Selbst der Trampelpfad auf der Südseite des Jahnteichs soll begradigt und eine unbefestigte Wegedecke für die Fußgänger erhalten.

„Für die nächsten Bauabschnitte laufen noch die letzten Gestaltungsabsprachen, da viele Ideen berücksichtigt werden sollen“, so die Projektbetreuerin. Mehr in den Fokus der Parkbesucher rücken will man beispielsweise das Denkmal für Turnvater Friedrich Ludwig Jahn, den Namensgeber von Park und Bad. Unternehmer und Sportler Jahn, der in der Sportstadt Weißwasser die Turnbewegung begründete, ließ die Einrichtungen zur körperlichen Betätigung für jedermann errichten.
Unweit von seinem Denkmal, hinter wuchernden Hecken und Sträuchern versteckt, liegen Teiche.

Noch wird am kombinierten Geh- und Radweg zwischen Turnerheim und WEM, der ab August nutzbar sein soll, gearbeitet. Dann laufen parallel auch schon weitere Bauabschnitte des zu 80 Prozent von der EU geförderten Projektes in Weißwasser.
Noch wird am kombinierten Geh- und Radweg zwischen Turnerheim und WEM, der ab August nutzbar sein soll, gearbeitet. Dann laufen parallel auch schon weitere Bauabschnitte des zu 80 Prozent von der EU geförderten Projektes in Weißwasser. © Sabine Larbig

Traditionen sichtbar machen

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Hier begann eine weitere, für Weißwasser namensgebende, Tradition: Eishockey. Selbst das erste Freiluftstadion stand hier. „Wie der Bereich besser zur Geltung kommen und eine sichtbare Würdigung als Ursprung der Eishockeytradition erhalten könnte, auch dafür gibt es Vorschläge“, erklärt Heike Zwanzig. Welche Ideen letztlich umgesetzt werden, kann sie aktuell nicht sagen. Noch ist Zeit für Entscheidungen. Bei der Stadtratssitzung am 30. Juni 2020 wird erst der Beschluss für die Baufirma des Abschnitts zwischen WEM und Pestalozzistraße gefasst.
Eines steht für Heike Zwanzig außer Frage. „Im Sommer 2021 werden Rundweg, Park und Bad ein wunderschönes Areal zum Spazierengehen, Radfahren, Erholen, Baden sein.“ Somit ist nur zu hoffen, dass Zerstörungswut ausbleibt. Abgesehen von so entstehenden Kosten für die Stadt ist nämlich noch unklar, was die Unterhaltung des Areals – von Laub- und Müllentsorgung über Reparaturen bis Sicherungspflicht – an Arbeit und Kosten bringt.

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