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Bäche werden gebändigt

Ein Projekt zur Beseitigung von Flutschäden in Cunewalde ist gerade abgeschlossen. Doch neue Aufgaben warten schon.

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© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Cunewalde. Die Cunewalder Peterdörfelstraße führt hinter der Bebauung direkt in den Wald. Sie war seit Anfang Juni gesperrt, weil der Durchlass des Zieglertaler Wassers erneuert werden musste. Beim Hochwasser im Jahr 2010 hatte es sich gezeigt, dass das Rohr, welches unter der Straße durchführte, zu klein war. Durch die Gewalt des Wassers war die Straße an dieser Stelle total heruntergebrochen. Denn das gemütliche Bächlein war damals zu einem reißenden Sturzbach angeschwollen.

Im Zuge der Hochwasser-Schadensbeseitigung konnte nun ein neuer Durchlass mit einem 500-Zentimeter-Rohr eingebaut werden. Außerdem wurde eine Steinschüttung aufgebracht und abschließend die Straße neu asphaltiert. Bereits am Freitag konnten die Mitarbeiter der Firma Schuck-Bau aus Strahwalde ihre Arbeiten abschließen. Wie Andrea Richter, die Leiterin des Cunewalder Bauamtes sagt, kostet diese Baumaßnahme insgesamt 27 000 Euro. Davon wurden 90 Prozent im Rahmen des Programmes zur Hochwasser-Schadensbeseitigung gefördert.

100 Prozent Förderung für Ufermauer

Zu 100 Prozent gefördert werden kann dagegen die nächste Baustelle, die in diesen Tagen in Angriff genommen wird. In der sogenannten Wolfsschlucht müssen neue Ufermauern errichtet werden. Hier hatte nicht nur das Hochwasser von 2010 gewütet, sondern die darauf folgende Flut im Jahr 2013 hatte die Schäden noch verschlimmert. Als die Flut 2013 kam, war die Schadensbeseitigung schon in der Planung gewesen. Es musste dann noch einmal umgeplant werden. Weil die 2013er-Flut die Schäden verschlimmert hatte, kann die abschließende Reparatur nun hundertprozentig gefördert werden. Beim Hochwasser 2010 waren alle Häuser an der Wolfsschlucht überflutet. Die steile Böschung des Schönberger Wassers, das sich in einen reißenden Strom verwandelt hatte, war damals völlig unterspült worden. Damit das nicht mehr passieren kann, wird ein sogenannter Gewässer-Prallhang angelegt und es werden neue Ufermauern gebaut. Das Bächlein, an dem voraussichtlich bis Ende August gearbeitet werden soll, fließt durch die Gärten der Anwohner. Mit Ausnahme der dann dort verkehrenden Baufahrzeuge wird es keine größeren Beeinträchtigungen des Fahrzeugverkehrs geben. Die Zufahrt zu den Grundstücken der Anwohner soll in Absprache mit der Baufirma weitestgehend gewährleistet bleiben. Diese Baumaßnahme wird rund 95 000 Euro kosten.

Weigersdorfer Teich wird ausgebaggert

Bauamtsleiterin Andrea Richter hat auch schon eine weitere Maßnahme im Blick. Der Weigsdorfer Teich präsentiert sich derzeit ohne Wasser. Sofern dem von der Gemeinde gestellten Antrag auf Fördermittel-Erhöhung stattgegeben wird, soll dort voraussichtlich im August damit begonnen werden, die Sedimente auszubaggern. Wie sich nach dem Ablassen des Wassers herausgestellt hatte, war dort nicht nur Erdreich, sondern auch Schotter von der alten Bahnstrecke hineingespült worden. Denn nach dem Hochwasser von 2010 gab es ja den Radweg auf der Bahntrasse noch nicht. Nach dem Ausbaggern sollen dann auch die Ufermauern an der Nordseite wieder instand gesetzt werden.