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Bäume brechen unter der Schneelast zusammen

Gesperrte Straßen, Stromausfall – der Wintereinbruch sorgt für Chaos. Besonders gefährlich ist es in unseren Wäldern.

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Der erste Advent, Sonnenschein und viel Schnee. Vielerorts kam weihnachtliche Stimmung auf, sei es im eigenen Wohnzimmer oder beim Bummeln über einen der vielen Weihnachtsmärkte der Region.

Doch der Schnee sorgte auch für Chaos. So waren beispielsweise die Grillenburger von Freitagnachmittag bis Samstagnachmittag fast gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten, weil beinahe alle Zufahrtsstraßen gesperrt waren.Eigentlich sollte am Wochenende auch der Grillenburger Postschlitten seine erste Fahrt in dieser Saison antreten. Doch diese Fahrt mussten abgesagt werden. Zwar hätte sich der Schnee zum Schlittenfahren geeignet, jedoch waren alle Waldwege aufgrund von Schneebruchgefahr gesperrt. Nicht ohne Grund. Die Niederschläge mit nassem Schnee hatten bereits Ende letzter Woche zu starken Schäden in den Wäldern des Landkreises in Höhenlagen zwischen 300 und 700 m geführt, weil hier noch mildere Temperaturen als im oberen Gebirge herrschen. „Durch die einsetzenden neuen Niederschläge verschärft sich die Situation weiter. Mit umstürzenden Bäumen, abbrechenden Kronen und Äste ist jederzeit zu rechnen. Es besteht Lebensgefahr“, warnt Andreas Geschu, Abteilungsleiter Forst im Pirnaer Landratsamt. Vom Betreten der Wälder ist also immer noch dringend abzuraten.

Besonders gefährlich sei die Situation, weil Brüche und Würfe fast geräuschlos sind und die Fluchtmöglichkeit im Schnee äußerst gering ist.

Diese mögliche Gefahr nahm auch André Kaiser vom Postkutschenverein ernst. Der historische Postschlitten blieb zu Hause. „Damit die Kinder trotzdem ihre Wunschzettel abgeben konnten, habe ich den Handschlitten per Auto mit nach Kurort Hartha mitgenommen“, erklärt er.

Dabei musste Kaiser aber auch Umwege in Kauf nehmen. Denn noch immer sind Straßen wegen der Schneebruchgefahr oder bereits umgestürzten Bäumen gesperrt. Vielerorts sichern die Mitarbeiter des Forsts noch Straßen, konnten aber auch Strecken wieder freigeben.

Weiterhin wegen Schneebruch gesperrt bleibt allerdings die Straße zwischen Ruppendorf und Reichstädt, informiert das Dippoldiswalder Rathaus unter Berufung auf die zuständige Straßenmeisterei. Gesperrt bleiben außerdem die Straße von Dippoldiswalde bis zum Abzweig an der Heidemühle sowie die Straßen zwischen Dorfhain und Kurort Hartha und zwischen Naundorf und Grillenburg. (SZ/mh/ks)