SZ +
Merken

Bäume für den Pilgerweg

Für mehr Vielfalt sollen am Jacobsweg alte Obstsorten sorgen. Die ersten wurden schon jetzt gepflanzt.

Teilen
Folgen

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Eine Kirsche, eine Birne und ein Apfelbaum wurden jetzt bei einem Treffen von Pilgerherbergs-Eltern in Skassa gepflanzt. Sie stehen unmittelbar am Pilgerweg, der auf seinem Weg von Görlitz nach Vacha auch über Großenhain und Zeithain führt. Die Stämme sind ausgesuchte alte Obstsorten und bilden den Start des Projektes „1000 alte Obstsorten“. Dahinter steckt die Vision des Pilgerwegvereines, dass der Weg „in seiner ganzen Erstreckung durch Mitteldeutschland mit Obstbäumen umsäumt ist, von denen jeder pflücken und kosten kann.“

Den Reformationstag haben sich die Wegbetreuer und Herbergseltern als Pflanztag ausgesucht. Und jeder könne mitmachen. So sollen in Großenhain am Dammweg Bäume gepflanzt werden. Die sehen die Pilger, wenn sie von Osten in die Stadt kommen. „Zum Tag der Sachsen werden wir dafür Baumpatenschaften verkaufen“, sagt Mitinitiatorin Esther Zeiher. Im Öhringer Garten wird der Pilgerwegverein einen Infostand haben, 25 Euro soll so eine Baumpatenschaft kosten. Mit dem Pflanzauftakt wurde das Projekt „Auf dem Weg zur Vielfalt“ nun vorab eröffnet. Spender der alten Obstsorten ist der Verein LebensGut Cobstädt. Er hat über 1000 seltene Sorten aufgezogen und möchte einen freien und gemeinnützigen Genpool für die Obstvielfalt aufbauen.

www.oekumenischerpilgerweg.de