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Bagger sorgt für Stromausfall

Bei Abrissarbeiten im Wohngebiet an der Rabenauer Straße kam der Bagger gestern einem Stromkabel zu nahe.

Von Regine Schlesinger

An der Maxim-Gorki-Straße lässt die Wohnungsgenossenschaft Dippoldiswalde gegenwärtig einen Wohnblock abreißen, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Bisher sind die Abrissarbeiten ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Gestern Morgen um 8.14 Uhr war jedoch auf einmal in Dippoldiswalde und weiteren Orten der Strom weg. Der Fahrer des Abrissbaggers hatte mit der Baggerschaufel eine Mittelspannungsleitung beschädigt.

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In Dipps selbst war der Strom schon um 8.20 Uhr, wieder da, wie Enso-Sprecherin Claudia Kuba informiert. Hier konnte der Stromversorger rasch reagieren und innerhalb des Netzes umschalten, weil die entsprechende Umspannstation ferngesteuert bedient werden kann. Das funktioniert allerdings noch nicht mit jeder, weshalb Sadisdorf, Reichenau, Naundorf, Ammelsdorf, Hennersdorf, Reichstädt und Teil von Hermsdorf erst ab 9.20 Uhr wieder Strom hatte. Bei den nicht fernsteuerbaren Umspannstationen müssen die Enso-Mitarbeiter vor Ort fahren, um feststellen zu können, wo der Fehler liegt. Insgesamt betraf der Stromausfall 1866 Enso-Kunden.

Es kommt immer wieder mal vor, dass Baggerschaufel und Stromkabel einander touchieren. Claudia Kuba weist darauf hin, dass Unternehmen Schachtscheine auch online bestellen können. „Sie werden innerhalb kurzer Zeit inklusive der Lagepläne für Strom- und Gasleitungen zugeschickt“, versichert sie. Selbst wenn das Ausschachten per Hand nicht ausdrücklich gefordert wird, sei an den Unterlagen zu erkennen, wo es sich schon zur eigenen Sicherheit empfiehlt, die Maschine nicht zu benutzen. Die Aufwendungen, die der Enso durch die beschädigte Leitung entstanden sind, muss der Verursacher tragen.