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Bahn erhöht die Preise zum Fahrplanwechsel

Ab Sonnabend gelten neue Fahrpläne. Während Bahnreisen 2,9 Prozent teurer werden, bleibendie Preise für Busfahrten weiter stabil.

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Von Birgit Ulbricht & Julia Polony

Bei der Deutschen Bahn verändern sich mit dem Fahrplanwechsel vor allem die Preise. Einzelfahrscheine und Zeitkarten der 2. Klasse steigen um rund 2,9 Prozent, eine Bahncard kostet rund 3,8 Prozent mehr (Bahncard25 kostet 55 Euro statt 53Euro).

Das Sachsen-Ticket der Deutschen Bahn gilt ab Sonnabend auch in allen Verkehrsmitteln der Verkehrsverbünde Mittelsachsen, Vogtland und Oberlausitz-Niederschlesien. Dafür steigt der Preis um einen Euro. So sind 27 Euro (Single-Ticket für allein Reisende: 19 Euro) zu zahlen.

Weniger Schüler fahren Bus

Der Einsatz neuer klimatisierter Doppelstockwagen bei der S-Bahn Dresden wird zum Fahrplanwechsel abgeschlossen. Damit verbessert sich der Komfort auf den S-Bahn-Linien S 1 Meißen–Coswig–Dresden–Pirna–Bad Schandau–Schöna, S 2 Pirna–Dresden Flughafen und S 3 Dresden–Tharandt. Durch den Einsatz der Neigetechnik sind die Fahrgäste im Zug zwischen der Landeshauptstadt Dresden und Chemnitz bis zu 15 Minuten früher am Ziel. Busreisende können sich freuen – im nächsten Jahr werden die Fahrkartenpreise nicht erhöht.

Diese Entscheidung, wurde relativ früh getroffen, wie der Chef der Kreisverkehrsgesellschaft Günther Wolf bekennt. Aus heutiger Sicht wäre sie wohl nicht so gefallen. Denn bleiben die Spritpreise so hoch, muss die Verkehrsgesellschaft im kommenden Jahr allein 150000Euro zusätzlich für Diesel ausgeben. Fahrgäste können also weiterhin mit einer Jahreskarte pro Tag für umgerechnet 95 Cent im gesamten Tarifgebiet unterwegs sein.

Das Angebot in Kilometern hat sich etwas verringert – von 4,43Millionen auf 4,33Millionen Kilometer. Unter anderem, weil der „Kasernen-Bus“ nach Zeithain weggefallen ist. Einbußen muss die Verkehrsgesellschaft bei der Zahl der Fahrgäste hinnehmen, vor allem bei den Schülern. Minus acht Prozent sind 2007 zu verzeichnen. Das sind etwa 3500 Kinder, die nicht mit dem Bus gefahren sind. Grund dafür dürfte vor allem die Drei-Kilometer-Klausel sein, die diese Schüler von der Kostenerstattung ausschloss. Da der Kreistag die Regelung gekippt hat, hofft Geschäftsführer Günther Wolf wieder mit deutlich mehr Anträgen auf eine Schülerfahrkarte.

Mit dem neuen Fahrplan, der ab Sonnabend in Kraft tritt, hat die Kreisverkehrsgesellschaft die Busangebote und -anschlüsse entsprechend der Nachfrage noch stärker angepasst sowie die Übergänge zur Eisenbahn weiter optimiert.

Linien ändern sich

So verkehrt auf der Regionalbahnlinie 45 in Riesa von Montag bis Freitag ein zusätzliches Zugpaar zwischen Riesa und Elsterwerda (ab Riesa um 18.31Uhr; ab Elsterwerda um 19Uhr). Damit besteht abends eine weitere schnelle Direktverbindung von Riesa nach Gröditz.

Das Wohngebiet am Merzdorfer Ring wird besser mit dem Bus erreichbar sein. Eine zusätzliche Haltestelle auf der Weidaer Straße schafft die Anbindung an die Linien A1, A2, B und 442.

Die Frühfahrt der Linie 431 von Lommatzsch nach Riesa um 6.18 Uhr verkehrt auf Wunsch der Mittelschule Stauchitz über Bloßwitz. Im Austausch dafür wird die Fahrt 6.33 Uhr ab Stauchitz, Schule über Plotitz geführt. Auch die Linie 440 (Riesa-Gröditz) wurde an die Schulzeiten angepasst. Der Bus 14.20Uhr ab Goethestraße fährt drei Minuten früher und auf Wunsch der Schulen zusätzlich über Pulsen, Schule und Gröditz, Am Kanal (Mittelschule).

Die Fahrt der Linie 450 um 6.28Uhr von Nünchritz nach Riesa verkehrt vier Minuten früher und zusätzlich über Moritz.