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Bahn nach Dresden: So steht's um die Elektrifizierung

Wann können Elektrozüge zwischen Dresden und Görlitz fahren? Die Vorbereitungen kommen voran, doch erst muss ein Abschnitt umgebaut werden.

Zwischen Hoyerswerda und der Neißegrenze bei Horka fahren schon elektrische Züge. Als nächste Strecke soll das Gleis zwischen Dresden und Görlitz Bahnstrom bekommen.
Zwischen Hoyerswerda und der Neißegrenze bei Horka fahren schon elektrische Züge. Als nächste Strecke soll das Gleis zwischen Dresden und Görlitz Bahnstrom bekommen. © André Schulze

Bautzen/Dresden. In den Planungen für die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Dresden und Görlitz kann der nächste Schritt beginnen. Das mit der Vorplanung beauftragte Büro hat seine Arbeit weitestgehend abgeschlossen,  teilte das sächsische Wirtschafts- und Verkehrsministerium auf Anfrage von Sächsische.de mit. Den Planungsentwurf bekommen jetzt gleich drei Tochtergesellschaften der Deutschen Bahn AG (DB) zur Prüfung auf den Tisch: DB Netz, DB Station & Service sowie DB Energie.

Parallel dazu startet die Landesdirektion Sachsen, das frühere Regierungspräsidium, ein sogenanntes Raumordnungsverfahren. Es soll die günstigste Bahntrasse zwischen Arnsdorf und Pommritz ermitteln. Auf diesem Abschnitt sollen unter anderem Kurven  begradigt werden. Der neue Gleisverlauf fließt dann mit in die Vorplanung für die Elektrifizierung ein.

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Strom auch für Radeberg-Kamenz

In die aktuelle Planung einbezogen wird auch der Abzweig zwischen Radeberg und Kamenz, informiert Ministeriums-Referent Christian Adler. Für die weiterführende Strecke zwischen Kamenz und Hosena gibt es noch keinen Planungsstand. Doch auch dieser Abschnitt soll ausgebaut und elektrifiziert werden, steht im Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen. Das Gesetz hatten Bundestag und Bundesrat am 3. Juli beschlossen, am 8. August ist es in Kraft getreten. Über Kamenz und Hosena sollen später Züge der Strecke Dresden-Hoyerswerda rollen.

Das Gesetz sieht außerdem die Elektrifizierung der Bahnstrecken Cottbus-Görlitz und Bischofswerda-Zittau vor. Konkrete Zeitpunkte hierfür gibt es noch nicht.

Polen hat schon Strom bis zur Grenze

Auf der planerisch am weitesten fortgeschrittenen Strecke zwischen Dresden und Görlitz könnten frühestens ab 2029 elektrisch betriebene Züge fahren, erwartet der stellvertretende Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Oberlausitz-Niederschlesien (Zvon), Christoph Mehnert. Die Fahrzeit würde sich dann deutlich verringern.

Außerdem wären auch wieder durchgehend elektrische Züge zwischen Dresden und Wroclaw (Breslau) möglich. Derzeit müssen Reisende im Grenzbahnhof Zgorzelec zwischen den deutschen Dieseltriebwagen und den polnischen Elektrozügen umsteigen.

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