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Balance halten

Nach turbulenten Jahren wird es in der Kita in Ulbersdorf ruhiger. Jetzt müssen nur noch mehr Kinder kommen.

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Von Anja Weber

Um einen Krippenplatz müssen sich Ehrenberger und Ulbersdorfer Eltern nicht sorgen. Sie finden in ihrem Wohnumfeld noch ausreichend freie Plätze. Das bestätigt Ines von Bardeleben, die Leiterin der Ehrenberger Kindertagesstätte, zu der jetzt auch der Schlosskindergarten in Ulbersdorf gehört.

Etliche personelle Probleme sorgten in der Vergangenheit dafür, dass Eltern den Kindergarten gemieden haben. Doch das scheint Geschichte. Die Bedenken scheinen ausgeräumt. In den Kindergarten sei endlich wieder Ruhe eingekehrt, sagen die Eltern. Das würden sie auch an ihren Kinder spüren, die wieder viel ausgeglichener die Einrichtung verlassen würden als früher. Zwei Erzieherinnen kümmern sich um gerade mal 12 Kinder. Soviel individuelle Zuneigung gibt es sonst nur in den wenigsten Kindereinrichtungen. Möglich ist das durch eine Entscheidung der Hohnsteiner Stadträte, die sich zum Erhalt der Kita in Ulbersdorf bekannt haben. Deren Zukunft stand vor zwei Jahren mangels Kinderzahlen auf der Kippe. Das Haus konnte nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Jährlich wurde neu über die Zuschüsse diskutiert. Das sorgte für Verunsicherung bei den Eltern. Schließlich haben die Stadträte 2012 zugestimmt, dass die Stadt die Mehrkosten in den nächsten Jahren zahlt.

Mehr Kinder geboren

„Wir hoffen natürlich, dass sich noch ein paar mehr Eltern für die Ulbersdorfer Einrichtung entscheiden. Zwingen können wir sie nicht“, sagt die Leiterin. Die Kinderzahl allerdings hat sich in den letzten Jahren nicht weiter nach oben entwickelt. Waren es zum Beispiel im Jahr 2012 wenigstens noch 15 Kinder, sind es jetzt eben nur noch zwölf.

Die beiden Erzieherinnen in Ulbersdorf wie auch die Leiterin hoffen auf die Neuzugänge. Die Geburtenstatistik sieht da gar nicht mal so schlecht aus. Immerhin wurden in Ulbersdorf im vergangenen Jahr fünf Kinder geboren. Das ist in Hohnstein ein guter Durchschnitt.

Die Ulbersdorfer Einrichtung sei auf den Ansturm vorbereitet, sagt Ines von Bardeleben. „Klein, gemütlich und familiär“ — so wirbt die Einrichtung für sich. Und das schätzen die Eltern, weiß die Leiterin. Die Eltern haben sich in den letzten Jahren auch selbst mit für die Einrichtung engagiert. So hatten sie zum Beispiel vor wenigen Monaten selbst einen Bewegungsraum für die Kinder geschaffen. Die Wände wurden bunt gemalert und der Raum entsprechend bestückt. Ein großes Ärgernis der Eltern gibt es aber noch. Die Stadt Hohnstein will die Außenspielfläche vor dem Kindergarten erneuern. Bereits 2011 hatten die Eltern Ideen dafür ausgearbeitet. Die Stadt hatte dann im Jahr 2013 auch Geld dafür eingestellt. Passiert ist bislang noch nichts. Deshalb legte Ortsvorsteher Ralph Lux jetzt auch den Finger auf den wunden Punkt.

Spielplatz noch nicht vergessen

Der Ortsvorsteher befürchtet, dass die Wünsche der Ulbersdorfer 2014 wieder nicht realisiert werden können. „Die Gestaltung der Freispielfläche ist seit zwei Jahren offen. Was wird damit?“, fragt er. Außerdem sei auch das Stück Mauer noch nicht gemalert worden, an dem im letzten Jahr der Efeu entfernt wurde. Bürgermeister Daniel Brade (SPD) versicherte, dass die Außenspielfläche noch gebaut wird. Das Geld habe man 2013 bereits in dem Haushaltsplan vorgesehen. Es sei deshalb auch nicht anderweitig verplant worden. Seiner Aussage zufolge warte die Stadt jetzt noch darauf, dass die Eltern und der ASB als Träger die Wünsche für die Außenspielfläche konkretisieren. Danach könnte es offenbar losgehen. Ein Lösung gibt es ebenfalls für die unansehnliche Mauer. Ursprünglich wollte die Stadt dafür eine Malerfirma engagieren. Doch keine wolle die Gewährleistung dafür übernehmen. Jetzt sollen die Mitarbeiter des Bauhofes das Stück Mauer malern.