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Bald Baustart an der Kläranlage

Ab Mitte April soll das Dach am Dorfhainer Klärwerk erneuert werden. Bis dahin fehlt aber noch etwas Wichtiges.

Von Verena Weiß

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Dass Frau Holle bisher nur mäßig für Flockenwirbel gesorgt hat, dürfte den Dorfhainern gefallen. Zumindest mit Blick auf die örtliche Kläranlage. Eigentlich sollte das Klärwerk schon voriges Jahr ein neues Dach erhalten, möglichst vorm Wintereinbruch, so die ursprüngliche Zielstellung. Denn ob die Konstruktion einer mächtigen Schneedecke überhaupt noch standhält, vermag man im Dorfhainer Rathaus nicht mehr genau sagen zu können. Gut, dass der Winter sich bisher auch in der kleinen Gemeinde am Tharandter Wald in Grenzen hält, hoffentlich noch bis zum Frühling.

Denn am 13. April, so der aktuelle Planungsstand, sollen endlich die Bauarbeiten am Dach der örtlichen Kläranlage starten. Damit haben Rathausspitze und Betriebsführer Enso endlich ein konkretes Datum vor Augen. Ob dies auch eingehalten werden kann? Immerhin: Die Gemeindevertreter haben am Montagabend den nächsten Planungsschritt beschlossen und die Baumaßnahme damit wieder ein Stück voran gebracht. Der Bauantrag ist gestellt. Noch bis Ende dieser Woche rechnet die Dorfhainer Gemeindeverwaltung damit, dass die Baugenehmigung aus dem Pirnaer Landratsamt im Rathaus eingeht. Erst dann könne damit begonnen werden, die Bauleistung auszuschreiben und zu vergeben.

Das ist aber nicht die einzige Voraussetzung, die zum Gelingen der Baumaßnahme beiträgt. Um das 305 000 Euro teure Bauprojekt stemmen zu können, ist Dorfhain auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Damit möglichst die Hälfte der Summe von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) getragen wird, muss sich die Kommune als „förderunschädlich“ ausweisen, erklärt Jörg Schneider von der Enso. Das heißt, Dorfhain muss zeigen, dass es seine Darlehensverbindlichkeiten halten kann. Das muss die Gemeinde ohnehin. Die verbleibenden Kosten hat Dorfhain nicht einfach so in der Rücklage. Ein Kredit ist nötig, auch um den Bau vorzufinanzieren. Die beantragten Fördermittel kämen dem Gemeindesäckl erst später zugute. Um einen Kredit zu bekommen, braucht Dorfhain aber einen genehmigten Haushalt. Für das Jahr 2014 ist genau dies der Gemeinde nach Jahren erstmals wieder gelungen. „Das ist gut. Nur nützt uns das in diesem Fall leider nichts“, bilanziert Bürgermeister Olaf Schwalbe (CDU).

Dorfhain braucht auch für dieses Jahr einen genehmigten Etat – und das so schnell wie möglich. Die Erneuerung des Kläranlagendaches muss sogar zum Großteil in diesem Jahr finanziert werden. Der Grund: Ursprünglich wollte die Gemeinde in 2014 rund 100 000 Euro einplanen, in 2015 nur etwas mehr. Damals ist man in den Planungen aber auch noch von geringeren Gesamtkosten ausgegangen.

Zwischenzeitlich wurde festgestellt, dass die Baumaßnahme teurer wird, nämlich auf besagte 305 000 Euro. Damit Dorfhain für den notwendigen Eigenanteil einen Kredit bekommt, braucht Dorfhain dringend einen Etat für 2015. „Hier sind wir jetzt auf die Zuarbeiten aus Tharandt angewiesen“, sagt Olaf Schwalbe mit Blick auf den Verwaltungspartner. „Wenn wir alle an einem Strang ziehen, dann klappt das“, ist der Bürgermeister optimistisch.

Dorfhain habe keine Zeit mehr zu verlieren. Schließlich wird die Baumaßnahme auch den ganzen Sommer in Anspruch nehmen. Sollte Mitte April Baustart sein, könnte das Dach bis Anfang Oktober fertig werden – möglicherweise rechtzeitig vorm nächsten Winter.

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