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Bald ein Treff für Vereine

Der ehemalige Speiseraum der Grundschule Purschwitz wird saniert. Doch das ist nur ein Vorhaben der Gemeinde für 2018.

© Steffen Unger

Von Kerstin Fiedler

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Purschwitz. Dieser Fußboden hat es in sich. Der Leiter des Kubschützer Bauhofs, Andy Schreiber, hat nicht damit gerechnet, dass die sogenannten Sauerkrautplatten zu DDR-Zeiten einbetoniert worden sind. Nun sind die Bauhof-Mitarbeiter dabei, Stück für Stück abzutragen. Denn der ehemalige Speisesaal der Grundschule, der ein Anbau am Herrenhaus Purschwitz ist, wird saniert.

Im Januar haben die Kollegen angefangen. Der Kubschützer Bürgermeister Olaf Reichert (parteilos) ist froh, dass das Wetter es zulässt. „Wenn wir den Winterdienst absichern müssten, können die Kollegen hier nicht weiterarbeiten“, sagt er. Doch er ist zuversichtlich, dass die Arbeiten spätestens Ende März abgeschlossen sind. 40 000 Euro stehen bereit, 22 000 Euro kommen aus der Förderung für den ländlichen Raum. Es gibt neue Fenster, die bereits eingebaut sind, eine abgehangene Decke, eine Fußbodenheizung. „Wir merken bereits jetzt, dass die Dämmung etwas bringt“, sagt Falk Schreiber. Auf die Heizung sollen dann großformatige Fliesen kommen. Der Zugang in den Raum soll barrierefrei werden. Einer, der sich besonders darüber freut, hier mitarbeiten zu können, ist Lothar Mai. Er wohnt in Purschwitz, hat den Raum noch als Speisesaal der Grundschule erlebt. „Der Anbau kam so Anfang der 1970er-Jahre ran, das war damals eine große Verbesserung für uns Schüler“, erinnert sich der Mitarbeiter des Bauhofs. Allerdings bedauert er, dass es die Schule schon seit 1999 nicht mehr gibt. Da sie aber voller Geschichte steckt, sollen Erinnerungen einmal in einem Raum des Herrenhauses aufbereitet werden. Denn dort sind noch einige Räume frei. Das Erdgeschoss nutzen Heimat-, Kultur- und Seniorenverein. Hier gibt es auch eine Küche. Auf der anderen Seite hat der Arzt Wolfgang Sickert seine Außenstelle, die er Montag und Mittwoch am Vormittag für die Einwohner öffnet.

Grundschule Baschütz soll saniert werden

Doch der Dorfgemeinschaftsraum in Purschwitz ist nur ein Vorhaben, das die Gemeinderäte jetzt zur Ratssitzung mit dem Haushaltsentwurf vorgelegt bekamen. Als größtes Vorhaben steht erneut die Sanierung der Grundschule Baschütz auf dem Plan. Drei Millionen Euro plant die Gemeinde dafür und hofft, ausreichend Fördermittel zu erhalten. „Für das neue Gesetz werden gerade die Modalitäten erarbeitet“, sagt Olaf Reichert. Die Planung liegt bereits vor, die Eigenmittel sind eingestellt. Gemeinderat Peter Süßmilch (CDU) findet es wichtig, das Vorhaben nun endlich umzusetzen. „Wir sehen doch an den gleichbleibenden Einwohnerzahlen, dass sich die Bürger bei uns wohlfühlen“, sagte er im Gemeinderat. Deshalb ist die Sanierung der Schule auch ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Peter Süßmilch. – Die Straße zum Schloss in Kreckwitz sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr saniert werden. „Es hat verschiedene Gründe, warum wir damit noch gewartet haben“, sagt Olaf Reichert. Unter anderem wollen die Kreiswerke gleich Leitungen verlegen. 60 000 Euro stehen als Winterschadensbeseitigung nun bereit. Der Ausbau soll bis zum Kreckwitzer Höhenlauf beendet sein. Der findet am 9. Mai statt.

Doch auch außerhalb des Gemeindehaushalts werden in diesem Jahr Projekte beginnen. Beide Sportvereine, der MSV Blau-Weiß Kreckwitz und der SV Kubschütz, werden durch Förderung aus dem ländlichen Raum an ihren Sportstätten etwas verbessern. In Kreckwitz soll der Sportkomplex aufgewartet werden, in Kubschütz steht das Sportlerheim im Plan. Hier hat die Gemeinde bereits Dach und Fassade in Ordnung gebracht.