merken
PLUS

Bald neues Unterrichtskonzept

Die Eltern und Lehrer der Gersdorfer Grundschule sind für den jahrgangsübergreifenden Unterricht. Die Entscheidung der Stadträte fiel nicht so klar aus.

© Archiv

Von Sylvia Jentzsch

Hartha. Die Weichen sind gestellt. An der Gersdorfer Grundschule wird ab kommendem Schuljahr der jahrgangsübergreifende Unterricht eingeführt. Das heißt, die Klassenstufen 1 und 2 sowie 3 und 4 werden jeweils gemeinsam unterrichtet.

Geld und Recht
Wer den Pfennig nicht ehrt
Wer den Pfennig nicht ehrt

und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

Nachdem die Harthaer Stadträte mehrheitlich diesem Unterrichtskonzept zustimmten, traf sich am Montagabend die Schulkonferenz der Grundschule. Ihr gehören sowohl Lehrer als auch Eltern an. „Die Schulkonferenz hat sich einstimmig für den jahrgangsübergreifenden Unterricht entschieden“, teilte Schulleiter Jörg Keul auf Anfrage des Döbelner Anzeigers mit.

Die Abstimmung der Stadträte im Dezember fiel nicht so klar aus. Zwei stimmten mit Nein und vier enthielten sich der Stimme. Albrecht Günther (CDU) zum Beispiel kritisierte, dass bei den Informationsveranstaltungen zu wenig über die Risiken und die höhere Belastung der Lehrer gesprochen worden sei.

Ministerium entscheidet

Jörg Keul hat die Entscheidung der Schulkonferenz bereits der Bildungsagentur Chemnitz mitgeteilt. Nun muss er noch ein pädagogisches Konzept erstellen und das Kultusministerium dem Vorhaben zustimmen. „Das Sächsische Ministerium für Kultus wird zeitnah über die weitere Vorgehensweise entscheiden“, so Lutz Steinert, Pressereferent der Bildungsagentur Chemnitz. Die Gersdorfer Lehrer haben mit der Weiterbildung bereits begonnen. In den Winterferien sitzen sie am Sächsischen Bildungsinstitut in Radebeul auf der Schulbank und im Frühjahr wollen sich die Pädagogen eine Schule ansehen, in der der jahrgangsübergreifende Unterricht schon länger umgesetzt wird.

Bis Mitte Dezember hatten neun Eltern ihr Interesse bekundet, ihr Kind in Gersdorf einzuschulen. Acht sind es für das Schuljahr 2017/18. Damit ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zukunft der Gersdorfer Schule gesichert. Somit hat Hartha die Chance, zwei Grundschulen mit unterschiedlichen Konzepten zu haben, für die sich die Eltern entscheiden können.

„Damit auch die Harthaer Eltern über das neue Unterrichtskonzept informiert sind und sich eventuell dafür entscheiden können, soll im Stadtanzeiger darüber berichtet werden. Bei Interesse oder Informationsbedarf können sich die Eltern dann an mich wenden“, so Schulleiter Jörg Keul.

Da es in Hartha nur einen Schulbezirk gibt, können Eltern wählen, in welche Grundschule – in Hartha oder in Gersdorf – ihr Kind eingeschult werden soll. Den Beschluss fassten die Stadträte im Jahr 2014.