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Hoyerswerda

Bald Platz für 4.500 Konzertbesucher

Der Speicher No.1 baut seine Kapazitäten aus, um größere Konzerte veranstalten zu können. Erste Namen stehen fest.

Im hinteren Bereich des Speichers No.1 entsteht derzeit eine neue Eventfläche für bis zu 4.500 Besucher. Inhaber Michael Schilling (rechts) und zwei Mitarbeiter griffen symbolisch zu Spaten und Schaufel. Freilich kommen zeitnah Baugeräte zum Einsatz.
Im hinteren Bereich des Speichers No.1 entsteht derzeit eine neue Eventfläche für bis zu 4.500 Besucher. Inhaber Michael Schilling (rechts) und zwei Mitarbeiter griffen symbolisch zu Spaten und Schaufel. Freilich kommen zeitnah Baugeräte zum Einsatz. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Hoyerswerda. Sängerin Kerstin Ott strahlt mit einem sympathischen Lächeln von einem großen, bunten Plakat in Richtung Bundesstraße. Sie wird im Speicher No.1 auftreten. Angelo Kelly & family ist ebenfalls gebucht. Und auch die Gruppe City kündigt sich für den Sommer in Hoyerswerda an. Die Bandmitglieder wollen im Speicher mit ihren Fans im August „40 Jahre City am Fenster“ gemeinsam feiern. Viele Gäste freuen sich darüber, dass es dem Speicher-Betreiber Michael Schilling scheinbar mühelos gelingt, regelmäßig hochkarätige Künstler nach Hoyerswerda zu holen. Sofia Talvik, Lilo Wanders, David Knopfler und Linda Feller sind nur einige Stars, die bereits in dem ehemaligen, umgebauten Autohaus zu Gast waren und für ein ausverkauftes Haus sorgten. Ein Zustand, der aber auch ohne Künstler oftmals zu beobachten ist. Die einzigartige Speisekarte mit amerikanischer Pasta, Los Angeles Burger, Steaks, Chicken und Cocktails kombiniert mit unverwechselbarem Flair und Live-Musik scheinen dem Publikum zu gefallen. Von der anfänglichen Befürchtung einiger Skeptiker, dass der Erfolg des Speichers nur von kurzer Dauer sein könne, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Das Diner der Extraklasse wird seinem Namen seit über vier Jahren mehr als gerecht. Erlebnisgastronomie pur, die in der Region ihresgleichen suchen dürfte.

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Immer wieder neu erfinden

Bislang habe es laut Schilling noch kein Konzert gegeben, das nicht ausverkauft oder zumindest sehr gut besucht gewesen sei. Beweis dafür, dass Michael Schilling und sein Team jedes Mal aufs Neue den Nerv des Publikums treffen. „Wichtig ist, dass sich die Besucher bei uns immer wohlfühlen. Und dazu gehört für mich auch der Anspruch, dass wir uns immer neu erfinden müssen“, erklärt Inhaber Michael Schilling seine Geschäftsphilosophie. Tausende Gäste kommen jedes Jahr, um Künstler oder die besondere amerikanische Restaurantatmosphäre genießen zu können. Allein in der Küche kümmern sich sechs Köche um das leibliche Wohl. Dafür nehmen viele Besucher auch gern weite Fahrtwege auf sich. Über 40.000 Gäste konnte der Speicher No. 1 nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr zählen. Das Internetportal „Restaurant Guru“, das Bewertungen und Informationen von gastronomischen Einrichtungen bündelt, zeichnete den Speicher No.1 im vergangenen Jahr mehrfach aus. Unter anderem für „Beste Atmosphäre“. Um Publikum und Künstlern eine noch bessere Konzertatmosphäre bieten zu können, werden die Außenanlagen des Speichers No.1 momentan zu einer modernen Eventfläche ausgebaut und umgestaltet, um optimale Bedingungen bieten zu können. Auf 8.000 Quadratmetern entstehen eine neue befestigte Fläche und ein sechs Meter langer Außentresen im einzigartigen Baustil. Damit will Michael Schilling bei größeren Veranstaltungen auch der Getränkenachfrage nachkommen können. Auf dem neu gestalteten Konzertbereich ist Raum für 1.800 mobile Sitzplätze oder 4.500 Stehplätze. Eine überdachte Schlechtwettervariante gibt es nicht. Muss auch nicht, meint Michael Schilling, der privat auch gern Konzerte besucht: „Wenn es regnet, regnet es. Das stört die Gäste bei einem guten Konzert überhaupt nicht. Wir müssen solche Open-Air-Veranstaltungen nur bei Gewitter und Sturm absagen oder verschieben.“ 80.000 Euro investiert Michael Schilling in sein neues Vorhaben.

In ein paar Wochen sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Pünktlich zu Beginn der Open-Air-Veranstaltungs- und Konzertsaison, zu der in diesem Jahr auch Mrs. Greenbird oder das Carte-Blanche-Travestie-Theater gehören. Eine weitere Überraschung wird es im Herbst geben, wenn das Lausitz-Center 25-jähriges Bestehen feiert. Dafür haben sich Centermanager Dieter Henke und Michael Schilling gemeinsam etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Was genau, wird an dieser Stelle aber noch nicht verraten. Man darf jedenfalls gespannt sein …