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Meißen

Bald wieder Bauernmarkt in der Hebelei?

Der Markt am Sonntag fällt aus. Betreiber Sven Näther hofft auf einen Ausweichtermin noch in diesem Monat.

Sven Näther, der Betreiber des Elbetierparkes Hebelei, mit zwei am 12. Januar 2020 geborenen Zwergziegen.
Sven Näther, der Betreiber des Elbetierparkes Hebelei, mit zwei am 12. Januar 2020 geborenen Zwergziegen. © Jürgen Müller

Diera-Zehren. Es bleibt dabei. Der für diesen Sonntag geplante Bauernmarkt in der Hebelei  fällt wegen der Coronakrise aus. Das sagt Sven Näther, der Betreiber des Elbetierparkes Hebelei, der auch den Markt veranstaltet. "Seit einigen Tagen scheppert das Telefon, und viele fragen sich, ob der Bauernmarkt nun stattfindet. Wir hätten nicht gedacht, dass die Nachfrage mitten in der Corona-Krise doch so groß ist", sagt er. Er  habe nur sehr kurz darüber nachgedacht,  eine Ausnahme zu beantragen, aber es gebe zu viele Negativfaktoren, die für ein einigermaßen gutes Gelingen sprächen. 

Zum einen gäbe es eine Kontaktsperre,  die Menschen sollten nach Möglichkeit in der näheren Umgebung einkaufen gehen. Dies würde bedeuten, dass nur Kunden aus den umliegenden Orten kommen könnten. Darüber hinaus bestehe die Gefahr, dass wegen  der allgemeinen Verunsicherung im Zusammenhang mit dem Corona-Virus entweder nur sehr, sehr wenige Kunden kommen oder so viele, dass die Präventionsmaßnahmen, wie zwei Meter Sicherheitsabstand, nicht gewährleistet werden könnten. Letzteres hat sich  auf  anderen Märkten abgespielt.

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Doch Näther plant schon weiter, hat einen Ausweichtermin im Auge. Er möchte am  19. April wieder einen Bauernmarkt anbieten. Ob dies gelingt, hänge aber von der weiteren Entwicklung ab. Auf einer Liste auf der Facebookseite  habe er alle Anbieter der Hebelei sowie ehemalige oder von der Corona-Krise betroffene Anbieter und Handwerksbetriebe zusammengefasst. Kunden könnten, so weit die Kontaktsperre es zulasse, die Anbieter auf ihren Höfen besuchen oder online Waren und Ostergeschenke bestellen und somit deren Überleben in dieser sehr schwierigen Zeit sichern, so Näther.  

Fleischer gesucht

Auch für ihn wird es auch ohne Krise immer schwieriger, Händler für den Markt zu finden. Hauptgrund ist, dass viele kleine Handwerksbetriebe keine Nachfolger finden. So sucht er für diese Saison noch einen Fleischer,  der regelmäßig und zuverlässig den Standort im Elbe-Tier-Park Hebelei nutzen möchte, um seine Produkte zu verkaufen. Seitdem  ein  "Urgestein", die Kaninchenfleischerei der Familie Simon aus Wallengrün, aus Altersgründen den Standplatz aufgeben musste, konnte noch kein Nachfolger gefunden werden. Desweiteren werden auch  Handwerker, die Keramik, Holzprodukte und Ähnliches anbieten, gesucht. " 

Angesprochen fühlen können sich hierbei auch Handwerker und Landwirtschaftsbetriebe im Nebenerwerb.Letztere werden den Markt sicher bereichern und können darüber hinaus Versorgungsengpässe schließen", so Sven Näther. Auch könnten sich für die kommenden Bauernmärkte Landwirte melden, die auf Grund der Corona-Krise ohnehin schon arg gebeutelt seien, um ihre Produkte der Saison auf dem Bauernmarkt im Elbe-Tier-Park Hebelei zu verkaufen. 

Der erste Bauernmarkt in der Hebelei fand am 27.April 1996 statt. Seitdem hat er sich  so großer Beliebtheit erfreut, so dass er zehnmal im Jahr stattfindet. Jeder Bauernmarkt steht unter einem bestimmten Thema, zu dem es besondere Aktionen und Angebote gibt.  Der Bauernmarkt Hebelei hat sich mit den Jahren zu einem der drei wichtigsten Bauernmärkte der Region entwickelt. 

Alle Einnahmen aus Parkgebühren, Standgebühren, die Erlöse aus dem Bauerncafé und dem Imbisspavillon "Zum Elbradler"  sowie der Tierparkeintritt kommen dem Tierpark Hebelei zu Gute." Ein Besuch des bereits 1972 gegründeten Tierparkes sollte deshalb bei keinem Bauernmarktbesuch fehlen", so Näther. 

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