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Bald wieder freie Fahrt auf der Gartenstraße

Die Risse in der Straße sind Geschichte. Mit der Erneuerung hat die Gemeinde gleich ein weiteres Problem gelöst.

Von Romy Kühr

„Durchfahrt verboten“ heißt es derzeit noch auf der Gartenstraße in Oppach. Rot-weiße Barrieren versperren den Weg. Ein Blick dahinter verrät aber schon: die schmale Anliegerstraße zwischen der B 96 und der Bachstraße ist richtig schick geworden. Bereits in wenigen Tagen soll sie wieder offiziell für den Verkehr freigegeben werden. Hier wurde in den vergangenen Wochen gebaut. Frischer, glatter Asphalt und ordentliche Granitkanten sind das Ergebnis.

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Bei der Erneuerung der Straße ging es aber nicht nur ums Aussehen. Die alte Straße barg einige Probleme. Die Oberfläche hatte Risse. Zudem fehlte bisher teilweise eine Oberflächenentwässerung auf der Straße, berichtet Oppachs Bürgermeister Stefan Hornig. Das hatte zur Folge, dass bei starkem Regen häufig Wasser in die anliegenden Grundstücke lief. Das hat nun ein Ende, denn jetzt wurde eine ordentliche Entwässerung gebaut. Außerdem verlegte der Abwasserzweckverband „Obere Spree“ gleich Abwasserkanäle und die Enso neue Leitungen. Zusätzlich gibt es jetzt neue Lampen – und zwar besonders energiesparende LEDs.

Die Gartenstraße konnte die Gemeinde dank Fördermitteln aus dem Programm zur Ortskernsanierung neu gestalten. Seit 2005 mischt die Oberlandgemeinde im Förderprogramm mit. Mit den Zuschüssen von Bund und Land wurde die Sanierung öffentlicher Gebäude mit finanziert, wie zum Beispiel die Oppacher Kirche. Aber auch private Bauherren profitierten. Die Gemeinde selbst hat ihr Ortszentrum verschönert und zwei marode Gebäude an der Bachstraße abgerissen und dort Parkplätze sowie eine Grünanlage errichtet.

In Zukunft wird es jedoch immer schwieriger werden, Fördergelder zu bekommen, um den Ort zu verschönern. Diesen Ausblick gab jetzt Nicole Kreißl im Gemeinderat. Die Inhaberin eines Radebeuler Planungsbüros begleitet seit Jahren die Oppacher Ortskernsanierung, hilft der Gemeinde beim Stellen von Anträgen und der Abrechnung der Fördermittel. „Die Finanzhilfen gehen zurück“, sagt die Planerin. „Wir müssen nun prüfen, ob es adäquate Programme gibt“, so Frau Kreißl.

Geld sicher hat die Gemeinde hingegen schon aus einem anderen Fördertopf: für den Wiederaufbau nach dem Juni-Hochwasser. Das größte Vorhaben ist die Instandsetzung der Straße „Am Alten Graben“. Sie ist wegen der Schäden derzeit gesperrt. Das Problem: Sie ist die Zufahrt zu Hotel und Gaststätte „Gondelfahrt“, zum Streichelzoo und zum Hundesportplatz, außerdem zu privaten Grundstücken. Diese Einrichtungen sind derzeit von Oppach aus nur über eine Umleitung erreichbar, die über den Querweg ausgeschildert ist. Nächstes Jahr wird hier gebaut.

Noch mehr Informationen zu den Bauvorhaben, die die Gemeinde plant, gibt es am kommenden Donnerstag, dem 7. November, in der nächsten Versammlung des Technischen Ausschusses. Daran können auch Einwohner teilnehmen. Die Ausschussmitglieder treffen sich 19 Uhr im Beratungsraum im Obergeschoss des Oppacher Rathauses.