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Bangen mit Ben - aber es besteht Hoffnung

Der leukämiekranke Junge aus Bernstadt kämpft mit einer Erkältung und musste die Therapie aussetzen. Noch keinen Treffer gab's durch die Typisierungsaktion.

Ben Tasche aus Bernstadt kämpft gegen den Blutkrebs - und hat dabei viele Unterstützer.
Ben Tasche aus Bernstadt kämpft gegen den Blutkrebs - und hat dabei viele Unterstützer. © privat

Erst der Schreck, dann eine Zwangspause: Der siebenjährige Ben Tasche hat in den vergangenen Wochen seine Behandlung gegen die Leukämie nicht wie geplant fortsetzen können. Bei dem kleinen Bernstädter bestand Verdacht auf eine Lungenentzündung. "Zum Glück war es am Ende nur eine Grippe", sagt seine Mutter Yvonne Tasche auf Nachfrage von Sächsische.de. Dennoch hieß das für den Jungen erst einmal, Halsweh und Schnupfen auszukurieren, bevor es mit den nächsten Behandlungen weitergehen kann. "Natürlich hatte er dadurch eine Schwächephase", bestätigt Frau Tasche. Immerhin ist er wegen seines geschwächten Immunsystems ohnehin anfälliger. In dieser Woche nun sind aber die nächsten Schritte geplant, Ben und seine Mutter haben erneut Termine in der Dresdner Klinik.

Dort waren die Ärzte mit dem Fortschritt der Behandlung bislang recht zufrieden. Für konkretere Aussichten, wie Ben weiter behandelt werden muss und ob er am Ende doch eine Stammzellenspende braucht, werden aber noch einige Wochen vergehen, bestätigt auch Yvonne Tasche. Natürlich hoffen die Eltern, dass die Medikation weiterhin gut anschlägt und die Krebszellen besiegt werden, ohne dass ihr Sohn eine besonders aggressive Therapie erhalten muss, die eine Stammzellenspende unumgänglich macht. "Bislang sah es ganz gut aus", sagt die Mutter. Als positiv wertet sie auch, dass die Ärzte dieses Thema und einen möglichen Spender auch noch nicht konkret angesprochen haben.

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Freunde und Bekannte im Ort - allen voran die Altbernsdorfer Feuerwehr und verschiedene Firmen - hatten bereits im Dezember eine Typisierungsaktion im Stadthaus organisiert, um für diesen Akutfall schon einmal vorzubauen. Dem Aufruf waren rund 1.550 Freiwillige gefolgt - ein unerwartet großes Echo. Weitere Aktionen, wie beispielsweise von der Polizeidirektion Görlitz, folgten. Einen Treffer bei der Suche nach einem genetischen Zwilling kann das DRK bislang allerdings noch nicht vermelden: "Ich gehe davon aus, dass der größte Teil der abgegebenen Proben analysiert ist. Eine positive Meldung vom Labor haben wir bislang aber noch nicht erhalten", bestätigt Jens Scholz vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost.

Auch die Eltern von Ben konnten sich inzwischen typisieren lassen: Als sie Anfang Januar zu einem Termin in der Klinik in Dresden waren, lief gerade eine Typisierungsaktion für die 41-jährige Hobbysportlerin Anja Berthold. "Da haben wir gleich die Gelegenheit genutzt", erklärt Bens Mutter. Bislang war das aus verschiedenen Gründen noch nicht möglich gewesen. Möglich war auch eine Typisierungsaktion bei einem der größten Unternehmen in Bernstadt, bei Birkenstock, noch nicht. "Hier bemühen wir uns, eventuell noch einmal eine Möglichkeit zu organisieren", bestätigt Jens Scholz vom DRK.

Vollauf begeistert ist Familie Tasche unterdessen vom großen Zuspruch und den vielen Briefen, die ihren Sohn erreichen: "Aus seiner Schule in Schönau-Berzdorf haben wir schon sehr viel Post erhalten, einige Umschläge nehmen wir jetzt auch mit in die Klinik, um sie dort zu lesen", erzählt Yvonne Tasche. Gemeinsam mit Ben beantwortet sie die Briefe. "Im Krankenhaus haben wir die meiste Zeit", erklärt sie. In den nächsten Wochen stehen immer wieder Termine in der Klinik an, wo Ben Medikamente erhalten wird, zwischendurch sind immer wieder Pausentage, an denen der Siebenjährige nach Hause darf.

Ende Februar oder Anfang März soll es dann auch die angekündigte Dankeschön-Veranstaltung für die Organisatoren und Helfer der Typisierungsaktion in Bernstadt geben. "Wir haben das noch mal verschoben, denn bei der Nachricht, dass er sich eine Lungenentzündung zugezogen haben könnte, war uns nicht zum Feiern zumute", erklärt Mit-Initiator Andreas Schäfer.

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