merken
PLUS

Bankkunden sind sparsamer

Die Kunden leihen sich bei der VR-Bank Mittelsachsen weniger Geld. Größter Kreditnehmer bleibt die Land- und Forstwirtschaft.

Von Cathrin Reichelt

Die Zahl der Mitglieder der VR-Bank Mittelsachsen ist bis zum Ende vergangenen Jahres auf 15 351 gewachsen. Und die sparen immer mehr. Rund 14,7 Millionen Euro betrugen die Kundeneinlagen 2013. „Das sind 2,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und liegt über unserem strategischen Ziel“, teilte Vorstand Torsten Bruß der Vertreterversammlung mit. Die Vergabe von Krediten sollte um fünf Prozent steigen. Das ist allerdings nicht gelungen. Bruß führt das auf das hohe Vermögen der Kunden zurück, das diese für Investitionen verwenden, ohne Kredite aufzunehmen.

Gesundheit
Gesund und Fit
Gesund und Fit

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

In Zusammenarbeit mit anderen Banken wurden in Höhe von 17 Millionen Euro Wohnungsbaukredite vergeben und 20 Objekte mit einem Volumen von 20 Millionen Euro vermittelt, erklärt Vorstand Angelika Belletti. Der größte Kreditnehmer war, wie in den Vorjahren, die Land- und Forstwirtschaft mit 18,6 Millionen Euro.

Die Bilanzsumme der VR-Bank Mittelsachsen hat sich auf 664,9 Millionen Euro erhöht, liegt aber trotzdem noch leicht unter dem deutschen Durchschnitt der VR-Banken. Das Betriebsergebnis ist um 0,7  Millionen Euro auf 6,4 Millionen Euro zurückgegangen. Gründe dafür seien die niedrigen Zinsen und der gestiegene Verwaltungsaufwand.

Notwendig wurde im vergangenen Jahr die Schließung von fünf Filialen, die nur von je einem Mitarbeiter geführt wurden. In den betroffenen Geschäftsstellen betreuten sie nur noch 500 Kunden. Deren Verhalten habe sich stark verändert. Immer mehr nutzen die Selbstbedienungstechnik und das Online-Banking. „Etwa 80 Prozent von unserem Service sind damit abgedeckt“, so Angelika Belletti.

Die Flut im Juni 2013 hat der Bank zusätzlich zu schaffen gemacht. Zwar war die Hauptfiliale bereits eine Woche nach der Flut wieder geöffnet. Aber der rund 1 000 Quadratmeter große Keller stand komplett unter Wasser. „Es ist ein viel größerer Schaden entstanden als angenommen“, so Belletti. Bei der Sanierung wurden die Anlagen für Strom, Notstrom, Lüftung und die Sanitärbereiche in die obere Etage verlegt. An der Metallfassade auf dem Parkplatz wird heute ein Gerüst gestellt. Sie hat Korrosionsschäden und muss erneuert werden. Bis August sollen alle Flutschäden beseitig sein. Die Öffnung des Eingang Niedermarkt ist für den 16. Juni geplant.