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Blickfang auf der Lausche

Die Grenze zu Tschechien ist dicht wie nicht einmal zu DDR-Zeiten. Großschönaus Bürgermeister findet das besorgniserregend. Er setzt ein Zeichen.

Ganz oben auf der Lausche haben Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker (l.) und Andreas Prescher ein Zeichen gegen die Grenzschließung gesetzt.
Ganz oben auf der Lausche haben Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker (l.) und Andreas Prescher ein Zeichen gegen die Grenzschließung gesetzt. © Foto: Gemeinde

Die Grenze zu Tschechien ist dicht. So dicht, wie sie es nicht einmal zu DDR-Zeiten war: die Straßenübergänge verbarrikadiert, die Wander-und Radwege mit Absperrband geschlossen, der Zug von Hradek (Grottau) nach Varnsdorf (Warnsdorf) ohne Halt mehr auf deutscher Seite. 

"Die Grenze ist so dicht, wie es junge Menschen hier noch nie erlebt haben", sagt Großschönaus Bürgermeister, Frank Peuker (SPD). Und er gibt offen zu, dass ihn das sehr besorgt. "Es gibt keinerlei Begegnungen zwischen den Menschen hüben und drüben mehr", sagt er. Viele geplante Veranstaltungen fallen aus. Die Feuerwehren von Varnsdorf und Großschönau können sich gegenseitig im Notfall nicht zu Hilfe eilen. Die Treffen der Kita-Kinder können nicht stattfinden. 

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"Wie lange?", fragt Peuker. "Ein halbes Jahr? Ein ganzes?" Großschönaus Bürgermeister befürchtet, dass das einen großen Schaden hinterlässt in den deutsch-tschechischen Beziehungen, dass viele Bemühungen um Jahre zurückfallen - gerade auch, weil die Grenze in den letzten 30 Jahren so selbstverständlich keine mehr war. 

Auf dem höchsten Berg, der Lausche, über den genau in der Mitte die deutsch-tschechische Grenze verläuft, hat er deshalb jetzt gemeinsam mit Andreas Prescher, einem der Protagonisten der friedlichen Revolution in der Oberlausitz, ein Zeichen gesetzt.

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