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Bannewitz: "Glasfaser bis ins Haus"

Das verkündete Bürgermeister Christoph Fröse in der letzten Gemeinderatssitzung. Derzeit laufe eine Prüfung der Baufirmenangebote.

Diese farbigen, sogenannten Speedpipes sind leere Plastikröhrchen, in die später das eigentliche Glasfaserkabel eingeblasen wird - für schnelles Internet bis in jede Ecke.
Diese farbigen, sogenannten Speedpipes sind leere Plastikröhrchen, in die später das eigentliche Glasfaserkabel eingeblasen wird - für schnelles Internet bis in jede Ecke. © André Schulze

Die 14 anwesenden Gemeinderäte in Bannewitz haben Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos) in ihrer letzten Sitzung am 21. Juli ihre Zustimmung gegeben, eigenmächtig dem  Unternehmen mit dem besten Angebot für die Ausführung des Breitbandausbaus in der Gemeinde den Zuschlag erteilen zu dürfen. Hintergrund ist die lange Sommerpause der Räte, die bis zum 22. September andauert.

Sollte in dieser Zeit das Okay des unabhängigen Prüfers kommen, kann Fröse den Auftrag erteilen, ohne Zustimmung der Gemeinderäte, sodass die Arbeiten schnell beginnen können. Zwei Firmen hatten Angebote abgegeben. Diese würden jetzt  von einem unabhängigen Rechnungsprüfer unter die Lupe genommen, sagt der Bürgermeister auf Nachfrage von Sächsische.de.

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Um alle "weißen Flecken" in Bannewitz mit schnellem Internet auszustatten, sind rund 10 Millionen Euro nötig. Diese Kosten werden zu 100 Prozent von der Bundesrepublik und dem Freistaat Sachsen übernommen. Nachdem der vorläufige Fördermittelbescheid bei der Gemeindeverwaltung eingegangen war, musste 2019 ein europaweites Ausschreibungsverfahren eingeleitet werden. Zwei Unternehmen hatten sich für die Arbeiten beworben.

Deutschlandweit hatte die Bundesregierung sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 flächendeckend ein hochleistungsfähiges Gigabit-Netz aufzubauen. Dabei sollen 100 Mbit/s bis 1 Gbit/s zur Verfügung gestellt werden. Dies sei aber nur mit Glasfasernetzen realisierbar und so verspricht Fröse: "Die Glasfaserkabel werden bis ins Haus geführt."

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