merken
PLUS

Bannewitz ist für nächste Flut gerüstet

Die Gemeinde hat aus den jüngsten Ereignissen gelernt und will für die Zukunft vorsorgen.

Von Verena Weiß

Die Gemeinde Bannewitz will in Zukunft für Naturkatastrophen besser vorbereitet sein. Dafür haben die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung der Einführung einer sogenannten Wasserwehrsatzung zugestimmt. Diese soll ab 2014 in Kraft treten. Hintergrund sind die Ereignisse aus dem jüngsten Hochwasser vom Juni dieses Jahres. Auch in Bannewitz hatte der Stark-regen Schäden verursacht – wenn auch im Vergleich zu anderen Kommunen immer noch verhältnismäßig geringe.

Weihnachten
Weihnachten kommt schneller als gedacht
Weihnachten kommt schneller als gedacht

Machen Sie Weihnachten zu etwas ganz Besonderem. Geschenketipps, Rezepte und Bastelideen finden Sie in der Weihnachtswelt von sächsische.de.

Erfahrungen aber in Nachbarkommunen wie Kreischa und Dippoldiswalde haben die Bannewitzer sensibilisiert. „Ziel ist es, Firmen mit Vorverträgen zu binden, damit wir ihre Hilfe im Ernstfall in Anspruch nehmen können“, erklärt Gemeindewehrleiter Heiko Wersig die Idee. Zwar habe es zuvor schon eine innerdienstliche Regelung gegeben, aber eben nicht auf dieser Ebene. Die neue Wasserwehrsatzung ermächtige künftig, auch weitere Einsatzkräfte heranzuziehen, ebenso Fahrzeuge, Transportmittel oder andere Geräte für den Ernstfall in Anspruch zu nehmen, erklärt Wersig. Die Satzung beinhaltet auch einen Hochwasserabwehrplan, der genau vorsieht, welche Gewässer oder wasserwirtschaftliche Anlagen besonders gefährdet sind und wer hierfür verantwortlich ist.

Im nächsten Jahr wird die neue Satzung einem ersten Praxistest unterzogen. Dazu wird eine gemeinsame Übung von Gemeindefeuerwehr, Bauhof und dem örtlichen Abwasserbetrieb stattfinden. Auch das Technische Hilfswerk aus Dipps soll laut Wersig mit einer großen Sandsackfüllmaschine eingesetzt werden.